Dürfen wir noch stolze Deutsche sein – oder ist das verwerflich?
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Deutschland – Es ist die wohl schwierigste Frage der deutschen Gegenwart: "Sind Sie stolz, ein Deutscher zu sein?" Wer mit "Ja" antwortet, steht oft mit einem Bein in der rechten Ecke. Wer "Nein" sagt, erntet Unverständnis bei Millionen Menschen, die ihre Heimat lieben.
Warum ist das, was in fast jedem anderen Land der Erde völlig normal ist, bei uns ein moralisches Minenfeld? Geht es dabei nur um unsere komplizierte Vergangenheit, oder steckt mehr dahinter?
Damit beschäftigt sich der Video-Podcast "Unglaublich…" in seiner aktuellen Folge.
Haben wir Deutsche den gesunden Stolz verlernt?
Während in Dänemark oder den USA die Nationalflagge ganz selbstverständlich im Vorgarten oder auf dem Geburtstagskuchen landet, behandeln wir Deutschen unsere Identität oft wie ein dunkles Geheimnis.
Schon das Wort "national" wird außerhalb rechter Bubbles komplett vermieden.
Eine aktuelle Auswertung des internationalen World Values Survey zeigt das ganze Ausmaß: Deutschland landet bei der Nationalstolz-Frage ("Wie stolz sind Sie auf Ihre Nationalität?") regelmäßig auf den hintersten Plätzen – oft unter den letzten fünf von über 100 untersuchten Ländern.
Das Paradoxon zwischen Heimat und Nation
In der 14. Folge von "Unglaublich…" knallt es im Studio. TAG24-Chefredakteur Robert Kuhne und Politikberater Peter Stawowy (Flurfunk) diskutieren über ein Tabu nach dem anderen.
Besonders geht es um den Begriff Heimat, der aufgrund ost- und westdeutscher Biografien scheinbar völlig unterschiedlich interpretiert wird.
Aktuelle Zahlen von Allensbach und Infratest dimap belegen eine tiefe Dissonanz: Zwar ist 85 % der Deutschen die "Heimat" extrem wichtig – doch sobald das Wort "Nation" fällt, sinkt die Zustimmung auf unter 30 %.
Vakuum der Mitte: Ein Geschenk an radikale Ränder
"Wenn die bürgerliche Mitte bei Begriffen wie Nation und Heimat aus Angst vor dem Nazi-Stempel den Platz räumt, überlässt sie diesen den Extremisten", warnt Robert Kuhne. Doch Peter Stawowy hält dagegen: "Ist Nationalstolz in einer globalisierten Welt nicht längst ein Auslaufmodell für Ewiggestrige?"
Rund 40 % der Deutschen empfinden heute das Zeigen der Nationalflagge außerhalb von Sportevents als "befremdlich" oder "unangenehm".
Warum ist das so? Und kann man auf ein trockenes Grundgesetz allein wirklich "stolz" sein oder geht es mehr um Qualitäten des Herzens?
Die Analyse darüber, warum wir wieder lernen müssen, den Unterschied zwischen Patriotismus und Chauvinismus zu definieren, hörst Du in der aktuellen Folge "Dürfen wir noch stolze Deutsche sein?".
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Hier ist die aktuelle Folge des Unglaublich-Podcasts
"Unglaublich… Der Podcast" ist eine Produktion der TAG24 NEWS Deutschland GmbH.
Titelfoto: TAG24