Nur 43 Prozent kochen laut Studie fast täglich warm! Was diese Zahl über unseren Alltag verrät

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Deutschland – Der Alltag der Menschen ist heute anders als früher, und es wird längst nicht mehr in jedem Haushalt täglich gekocht.

Laut einer aktuellen Studie ist das nur noch bei 43 Prozent der Befragten der Fall. Das bedeutet allerdings nicht, dass die warme Mahlzeit verschwindet.

Sie wird nur häufiger nicht mehr durch eigenständiges Kochen zu Hause realisiert.

Was das im Detail bedeutet, erfahrt Ihr jetzt.

Das steckt hinter der 43-Prozent-Zahl

© Unsplash / Farhad Ibrahimzade

Eine aktuelle Landhausküche-Studie zur warmen Mahlzeit zeigt, dass nur 43 Prozent der Befragten in einer typischen Woche nahezu täglich warm kochen.

Weitere 37 Prozent bereiten immerhin zwei oder dreimal pro Woche warme Mahlzeiten zu.

Zwischen Frauen und Männern offenbaren sich dabei deutliche Unterschiede: Während 50 Prozent der Frauen jeden Tag am Herd stehen, sind es bei den Männern nur 34 Prozent.

Die warme Mahlzeit bleibt für die meisten Menschen zwar weiterhin wichtig. Sie wird allerdings nicht mehr täglich selbst zubereitet und nicht immer zu Hause gegessen.

Der Alltag bestimmt, wann gegessen wird

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Die Essenszeiten unterscheiden sich heutzutage von Haushalt zu Haushalt teils deutlich und sind auch nicht immer regelmäßig.

Der Tagesrhythmus wird in vielen Fällen stark durch die Arbeit, die Schule und auch die Freizeitaktivitäten geprägt.

Warme Mahlzeiten müssen in dieses Zeitfenster passen. Sie werden in vielen Fällen entweder erst abends zu Hause oder in der Mittagspause außer Haus gegessen.

Auch in Familien und Partnerschaften, in denen die Haushaltsmitglieder unter der Woche unterwegs sind und daher getrennt essen, werden die Mahlzeiten am Wochenende oftmals gemeinsam eingenommen.

Hier kann dann nachgeholt werden, was unter der Woche häufig fehlt: Zeit für soziale Momente bei einer gemeinsamen Mahlzeit.

Warm essen heißt nicht automatisch selbst kochen

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Eine warme Mahlzeit muss ins vorhandene Zeitfenster passen. Wer also wenig Zeit hat und trotzdem warm essen möchte, greift daher häufiger auf Kantinen, Restaurants oder Lieferdienste zurück.

Während 21 Prozent der Befragten mindestens einmal monatlich zum Essen in die Kantine gehen, bestellen sogar 38 Prozent ein oder mehrere Male pro Monat beim Lieferdienst.

Dies bietet sich insbesondere für Beschäftigte im Homeoffice an, denn auch wenn diese zwar von zu Hause arbeiten, fehlt oft die Zeit zum Kochen.

Der Wunsch nach warmem Essen ist nach wie vor vorhanden. Er wird aber immer öfter anders erfüllt als durch das klassische Kochen am eigenen Herd.

Singles, Paare, Familien: Der Haushalt macht einen Unterschied

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Das Essverhalten ist nicht nur eine Frage von Zeit oder persönlicher Disziplin. Es hängt auch stark davon ab, ob man alleine oder mit jemandem zusammenlebt und ob überhaupt gemeinsam gegessen wird.

Neben den individuellen Vorlieben hat nämlich laut der Meta-Studie auch die Haushaltsstruktur einen erheblichen Einfluss darauf, wie oft warme Mahlzeiten zubereitet werden.

So wird zum Beispiel in ungefähr 48 Prozent der Partnerschaften täglich gekocht.

Bei den Alleinlebenden zeigt sich dagegen ein anderes Bild. Hier werden nur in 35 Prozent der Haushalte täglich warme Mahlzeiten zubereitet.

Wenn Kinder im Haushalt leben, sorgt das statistisch betrachtet für stabilere Routinen beim Kochen. Letztlich ist es aber dennoch immer eine individuelle Frage, wie fest die warme Hauptmahlzeit im jeweiligen Alltag verankert ist.

Die warme Mahlzeit verschwindet nicht, aber sie verändert sich

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Die Studie zeigt nicht, dass Menschen keine warme Mahlzeit mehr wollen. Stattdessen wird deutlich, dass sie ihren festen Platz im Tagesablauf teilweise verloren hat und zunehmend flexibler organisiert wird.

In den meisten Haushalten wird nach wie vor gekocht, allerdings nicht mehr immer täglich.

Der entscheidende Taktgeber für das Essverhalten ist der Alltag, der durch Arbeit, Schule, Betreuung, Wege und nicht zuletzt auch durch die Freizeit oft enger getaktet ist als früher.

Aus der festen warmen Mahlzeit am eigenen Tisch ist daher mittlerweile eine Frage der Organisation geworden.