Experten schlagen Alarm: Menschen verbringen ein Viertel ihrer Lebenszeit am Handy

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Deutschland – "Früher war alles besser!" Ein Satz, der schnell nach verstaubter Nostalgie klingt. Doch das Gefühl, dass im Zeitalter von Dauererreichbarkeit, Algorithmen und ständigen Krisenmeldungen etwas Wesentliches verloren gegangen ist, erfasst längst breite Schichten der Gesellschaft.

War die Vergangenheit also wirklich ein besserer Ort – oder unterliegen wir schlicht einer psychologischen Täuschung?

Darüber sprechen wir diese Woche im Podcast "Unglaublich…" mit dem Titel: "Früher war alles besser… Teil 1".

Hier geht's zur kompletten Video-Folge!

Das Gehirn auf der Suche nach Sicherheit

Ständige Reize prägen den Alltag – die Vergangenheit erscheint dagegen oft ruhiger und einfacher.  © TAG24

Die Wissenschaft zeigt, dass der Blick zurück ein natürlicher Abwehrmechanismus ist. Eine Studie der University of Southampton belegt, dass die Ungewissheit der Zukunft im Gehirn Stress erzeugt. Die Vergangenheit hingegen wirkt psychologisch als sicherer Raum, weil ihr Ausgang bereits feststeht.

Dieser sogenannte "Rosarote Rückschau-Effekt" (Rosy Retrospection Bias) sorgt dafür, dass wir negative Erinnerungen schneller verblassen lassen als positive.

In einer Zeit, in der die Zukunft oft primär als Bedrohung wahrgenommen wird, nutzt das Gehirn diese Erinnerungen als Schutzschirm vor der Daueranspannung.

Das Smartphone als Dieb der Lebenszeit

Peter Stawowy (li.) und Robert Kuhne sprechen darüber, wie Smartphones und Social Media den Alltag verändert haben.  © TAG24

In der Podcast-Folge sprechen TAG24-Chefredakteur Robert Kuhne und Politikberater Peter Stawowy intensiv über ihre eigenen Erinnerungen aus den 90er Jahren. Über das gute Gefühl, Musik-CDs noch zu besitzen oder Freunde nur zu erreichen, wenn man an deren Wohnung klingelte, weil sie kein Telefon hatten.

Der größte Unterschied zwischen früher und heute ist die Nutzung von Smartphones und Social Media. Das hat alles geändert!

Aktuelle Zahlen der JIM-Studie 2025 sind alarmierend. Sie zeigen, dass Jugendliche heute täglich vier bis viereinhalb Stunden am Smartphone verbringen.

Hochgerechnet auf die gesamte wache Zeit eines 80-jährigen Menschenlebens bedeutet das einen Verlust von fast 18 Jahren reiner Lebenszeit an das Handy.

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Früher haben wir intensiver gelebt

Früher wurde im Club der Moment einfach gelebt.  © TAG24

Ob auf Konzerten, im Club oder im Alltag: Früher erlebte man den Moment mit ungeteilter Aufmerksamheit. Heute sorgt die ständige Präsenz der Handy-Kameras auf Partys dafür, dass viele junge Menschen gehemmt tanzten oder dem Nachtleben ganz fernbleiben, aus Angst, als peinlicher Content im Netz zu landen.

Aber auch sonst hat sich super viel geändert.

Die Gebäude-Architektur ist nüchterner geworden, Tante-Emma-Läden sind Discountern gewichen, die Deutsche Post braucht für einen Brief nun drei Tage, statt früher nur einen.

Man trifft seltener Freunde, verliebt sich über Apps – und die Deutsche Bahn ist im Fernverkehr unpünktlich wie nie. 1990 waren die Züge zu 85 % pünktlich (maximal 6 min verspätet). Heute ist es fast jeder Zweite.

Gleichzeitig wird das Leben immer schneller und mit Reizen überflutet, sodass Burnout oder andere psychische Probleme massiv zunehmen.

Was lernen wir vom Gestern?

Erinnerungen an früher können Halt geben – entscheidend ist, was wir davon in die Gegenwart mitnehmen.  © TAG24

Am Ende stellt sich die drängende Frage: Wie holen wir uns das Beste aus dem Gestern zurück in eine überreizte Gegenwart?

Die Antworten darauf – von Zahlen der Kriminalität bis hin zur Formel, warum echte Erlebnisse wieder mehr Mühe und weniger Bildschirmzeit brauchen – hörst Du in der neuen Folge von "Früher war alles besser… Teil 1".

Ab sofort überall verfügbar:

Hier ist die aktuelle Folge des Unglaublich-Podcasts

"Unglaublich… Der Podcast" ist eine Produktion der TAG24 NEWS Deutschland GmbH.

In diesem Beitrag wurden KI-generiertes Symbolbilder verwendet. Inhalt redaktionell geprüft.