Den Garten gemütlicher machen: Was neben Pflanzen wirklich wichtig ist

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Deutschland – Ein Garten kann mit schönen Blumen bestückt sein und dennoch ungemütlich wirken.

Selbst wenn der Rasen gepflegt und die Terrasse aufgeräumt ist, entsteht nicht automatisch behagliche Gemütlichkeit. Manchmal steht ein alter Stuhl irgendwo am Rand, manchmal liegt der Gartenschlauch quer über dem Weg.

Ein Platz, der mehr als nur eine Durchgangsfläche oder ein zweckmäßiger Bereich ist und zum Bleiben einlädt, fehlt aber in vielen Gärten.

Was Ihr tun müsst, um das zu ändern, erfahrt Ihr hier.

Der passende Sitzplatz ist entscheidend

Mit den passenden Möbeln, Schatten und etwas Struktur wird der Garten schnell wohnlicher.

Für die Wahl von geeigneten Aufenthaltsbereichen im Garten ist die Frage entscheidend, wo Sonne, Schatten, Wind und Blickrichtung zusammenpassen.

Ist dieser Platz gefunden, müssen noch die passenden Möbel gewählt werden.

Ein guter Gartenmöbel-Ratgeber hilft dabei, die richtigen Schwerpunkte zu setzen und Fehlkäufe zu vermeiden. Zu große Möbel wirken nämlich schnell schwer, während zu kleine Möbel oft unbequem sind.

Tipp: Ein weiterer Faktor ist der Untergrund, denn auf wackeligen Platten sitzt es sich auf Dauer nicht angenehm.

Schatten macht den Garten alltagstauglich

Natürlich sieht ein Garten in der Sonne besonders schön aus. Ein komplett ungeschützter Platz wird im Hochsommer aber schnell zu heiß, um dort länger zu verweilen.

Schatten ist somit entscheidend dafür, ob eine Sitzecke auch zur Mittagszeit genutzt werden kann.

1. Sonnenschirm
Hilft, wenn er stabil steht und nicht ständig im Weg ist.

2. Sonnensegel
Wirkt leichter, braucht aber passende Befestigungspunkte.

3. Bäume & Sträucher
Schaffen natürlicheren Schatten, verändern den Garten aber langfristig.

Wege bringen Ruhe in die Fläche

Ein Garten wirkt gemütlicher, wenn sich die Bereiche nicht zufällig aneinanderreihen.

Gezielt geplante Wege können Terrasse, Rasen, Beete, Gerätehaus und Sitzecke verbinden, ohne dass der Garten dabei starr oder zu künstlich strukturiert erscheint.

Für Wege im Garten bieten sich Holzstege, schmale Plattenstreifen oder einzelne Trittsteine an.

Das Auge folgt diesen Linien automatisch, was die einzelnen Bereiche besser miteinander verbindet und für optische Harmonie sorgt.

Gleichzeitig wird der Rasen auch dann geschont, wenn bestimmte Wege häufiger genutzt werden – insbesondere nach Regen macht sich dies bemerkbar.

Licht verändert den Garten am Abend

Am Tag lenken Pflanzen, Möbel und Farben den Blick. Am Abend übernimmt das Licht diese Aufgabe. Eine Sitzecke kann dann völlig anders wirken. Warme, indirekte Lichtquellen funktionieren dabei weit besser als grelles Licht.

Kleine Solarleuchten am Weg, eine Akkulampe auf dem Tisch oder dezente Lichtpunkte an der Wand reichen in vielen Fällen aus.

Wichtig ist, dass das Licht nicht blendet und nicht jedes Beet ausleuchtet. In einem Garten darf es am Abend schließlich auch dunkle Stellen geben.

© Freepik

Ordnung ist wichtiger als neue Deko

Viele Gärten wirken nicht ungemütlich, weil etwas fehlt, sondern weil zu viel herumsteht. Das kann die Wirkung eines eigentlich schönen Bereichs schnell deutlich schwächen.

Hilfreich sind feste Plätze für Dinge, die regelmäßig gebraucht werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • eine Truhe für Polster und Decken
  • ein Haken für den Gartenschlauch
  • ein kleiner Schrank für Schere, Handschuhe und Dünger
  • eine Box für Kinderspielzeug oder Grillzubehör
  • ein geschützter Platz für Gießkanne und Besen

Die Materialwahl prägt die Wirkung des Gartens

Holz wirkt warm, Metall eher klar und Kunststoff ist oft pflegeleicht. Stein hält viel aus, kann aber kühl anmuten. Die richtige Wahl ist also manchmal durchaus schwierig, weil Optik, Pflegeaufwand und Nutzung zusammenpassen müssen.

Ein naturnaher Garten wirkt mit Holz, Korboptik oder matten Oberflächen oft besonders stimmig. Moderne Terrassen dagegen können auch Metall, Beton oder gerade Formen vertragen. Wichtig ist vor allem, dass nicht zu viele Materialien gleichzeitig auftauchen.

Drei verschiedene Holzarten, glänzendes Metall, bunte Polster und ein gemusterter Teppich können schnell unruhig wirken.

Polster, Decken und Stoffe bewusst wählen

Pflanzen machen den Garten lebendig, aber "weiche Elemente" machen ihn erst bewohnbar. Sitzauflagen, Kissen, Decken und Outdoor-Teppiche verändern eine Terrasse sofort.

Dabei geht es nicht um Masse: Zwei gute Polster können mehr bringen als zehn dünne Kissen.

Stoffe sollten trocken gelagert werden, sonst riechen sie schnell muffig. Helle Farben wirken freundlich, verschmutzen aber sichtbarer. Dunkle Stoffe sind praktischer, heizen sich aber in der Sonne stark auf, was insbesondere im Sommer unangenehm sein kann.

Sichtschutz ist sinnvoll, darf aber nicht alles abschotten

© freepik / ededchechine

Ein Garten soll Privatsphäre und Geborgenheit bieten. Trotzdem muss ein Sichtschutz mit Bedacht eingesetzt werden, denn hohe Wände und massive Elemente können eine kleine Fläche schnell erdrückend wirken lassen.

Leichtere Lösungen wirken oft angenehmer:

  • hohe Gräser in großen Kübeln
  • einzelne Sichtschutzelemente statt kompletter Wand
  • lockere Hecken mit Lücken
  • Rankgitter mit Kletterpflanzen
  • mobile Paravents für bestimmte Situationen

Die Pflege beeinflusst die Stimmung

Die genannten Aspekte helfen den eigenen Garten gemütlicher zu gestalten – die Gemütlichkeit bleibt aber nicht von allein.

Möbel vergrauen mit der Zeit, die Polster bekommen Flecken, die Wege setzen Moos an und auf der Terrasse sammelt sich Blütenstaub. Das ist normal, fällt aber schneller auf, wenn der Garten wirklich genutzt wird.

Ein kurzer Pflegerhythmus ist sinnvoller als gelegentliche große Aktionen. Es reicht in vielen Fällen, hin und wieder die Sitzflächen abzuwischen, die Kissen trocken zu lagern, das Laub aus den Ecken zu holen und den Boden gelegentlich zu reinigen.

Solche Kleinigkeiten können den Unterschied zwischen "schön angelegt" und "wirklich angenehm" ausmachen.