Großer Wandel: Beginnt jetzt das große Medien-Sterben?
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Deutschland – Der gedruckten Zeitung sterben die Leser weg, Google und Meta saugen den Anzeigenmarkt ab und selbst große Verlage stecken in der Dauerkrise. Beginnt nun das große Sterben der klassischen Medien?
Damit beschäftigt sich die 21. Folge von "Unglaublich… - der Podcast über Medien, Macht und Wahrheit".
Darin diskutieren TAG24-Chefredakteur Robert Kuhne und Politikberater Peter Stawowy wie der radikale Wandel auch die deutsche Medienlandschaft verändert.
Nachrichten-Konsum ändert sich
Das Problem liegt nicht am mangelnden Interesse der Leser und Nutzer, sondern an ihrem geänderten Nutzungsverhalten. News werden heute zunehmend nach Lebenssituation als Podcast, Social-Media-Video oder gleich direkt in der Suchmaschine konsumiert – je nachdem wo sich der Leser befindet.
Für Medienhäuser bedeutet das einem gewaltigen technischen Umbruch, den viele nicht leisten können. Noch dazu bricht das wirtschaftliche Fundament weg. Millionen an Werbe- und Kleinanzeigen fließen heute direkt ins Silicon Valley.
Die Folge: Viele Medien schließen sich zusammen, werden aufgekauft und teilen ihre redaktionellen Stoffe dann miteinander. Die Vielfalt nimmt ab und sie verlieren ein Stück ihrer regionalen Identität.
Jugend geht an Social Media verloren
Und jüngere Leser wenden sich gleich ganz ab. Der Reuters Digital News Report 2025 zeigt, dass 40 Prozent der 18- bis 24-jährigen Social Media als primäre Informations-Quelle nutzen. Sie folgen keinen klassischen Medienmarken mehr, sondern verstärkt Einzelpersonen und Content-Creatoren.
Ein einziger Host auf TikTok oder globale Giganten wie der Podcaster Joe Rogan vereinen heute mehr Reichweite und Vertrauen als früher ein ganzer Verlag mit hunderten Mitarbeitern.
Gleichzeitig greift die Künstliche Intelligenz an und saugt die aufwendigen Recherchen der Journalisten ab. Im Google KI-Modus werden dem Nutzer fertige Antworten serviert, ohne dass noch jemand auf das eigentliche Medienportal klickt (Zero-Click-Problem).
Liegt die Rettung im Ultra-Lokalen?
Dass die Sehnsucht nach Heimat und echtem Nutzwert trotzdem riesig ist, zeigt der gewaltige Boom von regionalen Stadtmagazinen auf Instagram.
Bleibt als Fazit, dass klassische Medien vermutlich nicht nur sterben, weil ihnen das Geld ausgeht oder sie bei der Technologie nicht mithalten können. Vermutlich ist es auch der Verlust an heimatlicher Erdung.
Die Folge "Kommt jetzt das große Medien-Sterben?" ist ab sofort verfügbar:
- Jeden Mittwoch neu bei Spotify
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Hier ist die aktuelle Folge des Unglaublich-Podcasts
"Unglaublich… Der Podcast" ist eine Produktion der TAG24 NEWS Deutschland GmbH.
Titelfoto: TAG24