ANZEIGE
Deutschland – Wenn wir ein gesundheitliches Problem, vertrauen wir dem Arzt. Haben wir Sorgen, buchen wir einen Therapeuten. Und wenn uns existentielle Fragen quälen, fragen wir Google oder ChatGPT.
Und was ist mit Gott…? Scheinbar wird "Er" gerade in all der Hektik vergessen – oder sogar wegrationalisiert. Geopfert an Effizienz, Zeitdruck, Lifestyle.
Doch verschwindet damit auch der Glaube aus unseren Herzen – oder bricht gerade nur die Kirche als irdische Gottesvertretung in sich zusammen?
Damit beschäftigt sich die aktuelle Folge des Podcasts "Unglaublich…" – diesmal unter dem sehr provokanten Titel "Wird Gott gerade abgeschafft?".
Der irdische Rückzug der Kirchen
Früher beantwortete das "Buch der Bücher" die Fragen nach dem Woher und Wohin. Heute ist der Beichtstuhl leer, während die psychologischen Praxen überlaufen. Wir haben die Instanzen des Himmels durch die Werkzeuge der Moderne ersetzt.
Dass die großen Volkskirchen in einer beispiellosen Glaubwürdigkeitskrise stecken, ist längst kein Geheimnis mehr. Allein im Jahr 2025 verloren die katholische und die evangelische Kirche zusammen rund 1,13 Millionen Mitglieder.
Ende 2025 gehörten damit nur noch 43,8 Prozent der deutschen Bevölkerung einer der beiden großen Kirchen an – vor zehn Jahren waren es noch fast 58 Prozent.
Wichtige Rolle von Diakonie und Caritas
Die verheerenden Missbrauchsstudien (die MHG-Studie der Katholiken und die ForuM-Studie der Protestanten) haben den moralischen Kompass der Institutionen irreparabel zertrümmert.
Viele Menschen treten heute nicht aus, weil sie den Glauben an eine höhere Kraft verlieren, sondern weil sie sich vor der Institution Kirche schlichtweg ekeln. Doch das Sterben der kirchlichen Infrastruktur hat handfeste Konsequenzen:
Wenn Diakonie und Caritas wegbrechen, müssen bald klamme Kommunen die Kitas, Kliniken und Pflegeheime auffangen.
Neuen Ersatzreligionen übernehmen
Dass der klassische Glaube schwindet, zeigt auch der Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung: Nur noch 38 Prozent der Deutschen glauben demnach fest an Gott, in Ostdeutschland bezeichnen sich sogar 75 Prozent als konfessionslos.
Doch das menschliche Gehirn verträgt kein spirituelles Vakuum. Wo der alte Glaube geht, suchen sich die Menschen neue Dogmen.
TAG24-Chefredakteur Robert Kuhne und Politikberater Peter Stawowy diskutieren im Podcast, wie politischer und ideologischer Aktivismus heute fast schon sektenhafte Züge annimmt.
Ob Klimabewegung oder Neue Rechte – überall finden wir plötzlich absolute Wahrheiten, den Kampf gegen die "Sünde", die Angst vor der Apokalypse und den gnadenlosen Ausschluss von Abweichlern im Zuge der Cancel Culture.
Wir beten heute oft nicht mehr Gott im Himmel an, sondern die eigene, unfehlbare Ideologie.
Die große Suche nach Halt
Was tritt an die Stelle des Heiligen, wenn alles verhandelbar wird? Verliert eine Gesellschaft ohne Glauben ihren inneren Halt und wird sie am Ende kälter und austauschbarer?
Und wie definieren wir Gott völlig neu, jenseits von Kirchensteuereinzug und alten Männern auf Wolken?
Die intensive Debatte darüber, ob wir Gott durch den Amazon-Warenkorb, die Dubai-Illusion oder Silicon-Valley-Algorithmen ersetzt haben, hörst Du in der neuen Folge von "Unglaublich…".
Ab sofort überall verfügbar:
- Hört rein bei Spotify
- Schaut die Analyse auf YouTube
- Folgt uns bei TikTok und Instagram
- Lest Hintergrundstücke bei unglaublich.de
Hier ist die aktuelle Folge des Unglaublich-Podcasts
"Unglaublich… Der Podcast" ist eine Produktion der TAG24 NEWS Deutschland GmbH.
In diesem Beitrag werden teilweise KI-generierte Bilder verwendet.