ANZEIGE
Deutschland – Wenn der Motor stottert, fahren wir in die Werkstatt. Wenn der Körper schmerzt, gehen wir zum Arzt. Und wenn ein ganzes Land vor Erschöpfung stöhnt…? Dann suchen immer mehr Menschen den Notausgang.
Ist es "nur" eine kollektive Müdigkeit nach dem Durchstehen mehreren Krisen wie Corona, Ukraine-Krieg und Trump-Chaos – oder erleben wir gerade einen größeren Zusammenbruch?
Immer mehr Bürger ziehen den Stecker. Einige wandern aus, andere flüchten mental ins Private, reduzieren ihren Konsum oder sperren ihr Smartphone im Tresor ein.
Darüber sprechen wir diese Woche im Podcast "Unglaublich…" – unter dem Titel: "Sehnsucht Ausstieg: Warum wollen alle nur noch weg?".
Die Diagnose: Wenn das System ermüdet
Die Zahlen der Krankenkassen und Forschungsinstitute zeichnen ein dramatisches Bild: Sechs von zehn Beschäftigten sind in Deutschland Burn-out-gefährdet (61 %). Über 21 Prozent zeigen depressive Symptomatiken und rund sechs Millionen Deutsche haben sogar schwere Depressionen.
Doch warum ist das so? Einer der Gründe liegt in der widersprüchlichen Gegenwart selbst. Einerseits haben wir heute vieles im Überfluss: billige Waren, ständig verfügbare Technik, Lieferdienste, Service und Ablenkung rund um die Uhr.
Andererseits fehlen gerade die Dinge, die ein gutes Leben eigentlich tragen: Zeit, Zuwendung, Ruhe, Sinn und ein echtes Gefühl von Verbundenheit.
Gebrochene Versprechen und neue Werte
Hinzu kommt: Das moderne Leben beschleunigt sich, ohne, dass der Mensch innerlich mithält. Alles wird schneller, effizienter und verfügbarer. Aber nicht unbedingt besser.
Viele arbeiten so viel sie können. Und haben trotzdem das Gefühl, dass am Ende nie genug Geld da ist, dass es massiv an Zeit mangelt – und das nimmt vielen die Luft zum Atmen.
Das Ergebnis ist ein permanenter Zwischenzustand. Man ist nicht wirklich arm, nicht wirklich reich, nicht wirklich frei, aber auch nicht wirklich angekommen.
Vom Tastenhandy bis zur Auswanderung
Die Reaktionen auf den Dauerstress sind vielfältig. Jugendliche flüchten vor dem Algorithmus-Zwang der Smartphones zurück zum analogen Tastenhandy.
Andere packen gleich die Koffer: Allein im Jahr 2025 kehrten über 288.000 Deutsche der Bundesrepublik den Rücken – ein neuer Rekordwert der Statistik. Seit 2016 sind es über 1,7 Millionen Auswanderer – meist gut gebildet, viele haben mit Deutschland abgeschlossen.
TAG24-Chefredakteur Robert Kuhne und Politikberater Peter Stawowy diskutieren im Podcast, warum uns der Überfluss so leer zurücklässt und wie wir den Ausstieg – ob groß oder klein – als Form der Selbstbestimmung begreifen können.
Die Suche nach dem verlorenen Sinn
Und dann noch die Sinn-Frage? Kann eine Gesellschaft ohne gemeinsame Vision überhaupt überleben? Und warum reichen uns rein technische oder politische Zukunftsversprechen oft emotional nicht mehr aus?
Die Antworten darauf, wie wir den Weg aus der Daueranspannung finden – vom neurobiologischen Atem-Trick aus Stanford bis hin zur Frage nach echter menschlicher Bindung – hörst Du in der neuen Folge von "Unglaublich…".
Ab sofort überall verfügbar:
- Hört rein bei Spotify
- Schaut die Analyse auf YouTube
- Folgt uns bei TikTok und Instagram
- Lest Hintergrundstücke bei unglaublich.de
Hier ist die aktuelle Folge des Unglaublich-Podcasts
"Unglaublich… Der Podcast" ist eine Produktion der TAG24 NEWS Deutschland GmbH.
In diesem Beitrag wurden KI-generiertes Symbolbilder verwendet. Inhalt redaktionell geprüft.