Schlimme Folgen nach dem großen Datenklau von Berlin
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Deutschland – Ob bei der täglichen Nutzung des Smartphones, beim Behördengang oder beim Bezahlen an der Kasse: Im Alltag geben wir ununterbrochen persönliche Daten preis.
Doch während die Politik die Digitalisierung als großen Fortschritt feiert, wächst bei vielen das Gefühl, die Kontrolle über ihr eigenes (digitales) Leben zu verlieren.
Was passiert, wenn der Staat unsere Identität digital bündelt, aber Hacker Verwaltungsdaten stehlen und KI-Systeme plötzlich Dinge tun, die selbst ihre Entwickler nicht mehr verstehen?
Darüber sprechen TAG24-Chefredakteur Robert Kuhne und Politikberater Peter Stawowy in der aktuellen Folge des Podcasts "Unglaublich…" unter dem Titel: "Hacker, Staat, KI… Wie (un)sicher sind unsere Daten?"
Digitale Brieftasche und Berliner Datenklau
In der neuen Episode wird gleich zu Beginn die neue App "d-you" vorgestellt. Sie wird vom Bundesdigitalministerium herausgegeben und soll als digitale Ausweis-Wallet ab 2027 Personalausweis, Führerschein und Gesundheitsdaten auf dem Smartphone bündeln.
Was wertvolle Zeit bei Amtsgängen spart, verlagert aber im Extremfall den gesamten Generalschlüssel zur eigenen Identität auf ein einziges Gerät.
Wie anfällig öffentliche Stellen oder Geräte bei der IT-Sicherheit sind, zeigte der gigantische Cyberangriff auf die Berliner Landesverwaltung im August 2026. Hier wurden Millionen Seiten an sensiblen Verwaltungsakten gestohlen und illegal veröffentlicht, nachdem Berlin den Erpressern kein Geld zahlen wollte.
Brisant: Der Zugang gelang den Tätern wegen extrem schwacher Sicherheitsstandards – darunter unverschlüsselte Klartext-Passwörter in simplen Word-Dateien.
Nun sind nicht nur die persönlichsten Daten vieler Verwaltungsmitarbeiter öffentlich, sondern auch geheime Informationen zur Berliner Infrastruktur wie Wasser- oder Stromversorgung.
Angst vorm durchleuchteten Bürger
Ein weiteres zentrales Thema der Folge ist der geplante Digitale Euro der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Befürworter versprechen Unabhängigkeit von US-Kreditkartenriesen. Kritiker dagegen sorgen sich um eine schleichende Entmachtung lokaler Sparkassen und Volksbanken sowie den schrittweisen Rückzug des Bargelds.
Wenn Finanzdaten, digitale Identitäten und Nutzerprofile zusammenfließen, entsteht das Grundgerüst für lückenlose Transparenz. Im Netz kursieren dennoch Befürchtungen:
Viele haben Angst, das Geld könnte verfallen, wenn es nicht au gegeben wird bzw. bestimmte Käufe blockiert werden? Oder könnte der Staat gutes Verhalten belohnen und unerwünschtes Verhalten finanziell bestrafen?
Kuhne und Stawowy trennen Fakten von Spekulationen – und fragen, welche technischen Möglichkeiten man politisch für die Zukunft absichern muss.
Wenn KI sich selbständig macht
Den Höhepunkt der Folge bildet die Einordnung der neuesten Generation Künstlicher Intelligenz. Sogenannte "Reasoning-Modelle" (wie Anthropic Fable und ChatGPT-6) Astra arbeiten längst nicht mehr wie einfache Textgeneratoren, sondern durchdenken eigene Logikpfade und programmieren sich zum Teil selbst neu.
Die Sorge vor dem Kontrollverlust hat inzwischen selbst die Chefs der führenden KI-Labore erfasst. US-Entwickler wie Sam Altman oder Dario Amodei fordern öffentlich staatliche Leitplanken – auch um das Haftungsrisiko bei unvorhersehbaren Fehlentwicklungen abzuwälzen.
Die vollständige Analyse zum Zustand unserer IT-Sicherheit, dem Wandel des Geldes und den Wegen zu mehr digitaler Mündigkeit hörst Du in der neuen Folge von "Unglaublich…".
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Hier ist die aktuelle Folge des Unglaublich-Podcasts
"Unglaublich… Der Podcast" ist eine Produktion der TAG24 NEWS Deutschland GmbH.
In diesem Beitrag wurden KI-generiertes Symbolbilder verwendet. Inhalt redaktionell geprüft.
Titelfoto: TAG24