Warum ostdeutsche Städte beim Self Storage aufholen

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Deutschland – Dresden, Leipzig, Chemnitz und Co. verändern sich rasant. Damit stellt sich immer öfter eine praktische Frage: Wohin mit Dingen, die man behalten möchte, für die zu Hause aber schlicht kein Platz mehr ist?

Dresden = Self Storage: Das klang lange nach den USA. Nach großen Metropolen mit sehr kleinen Wohnungen und Menschen, die in der Breite extrem wohnortflexibel sind – so sehr, dass der Durchschnitts-US-Amerikaner alle zwölf Jahre umzieht.

Doch auch, wenn es stimmt, dass Nordamerika Self Storage groß gemacht hat, ist das Thema mittlerweile fest in ostdeutschen Städten angekommen. Nicht mehr nur als Notlösung während eines Umzugs, sondern als flexible Ergänzung zum eigenen Wohn- oder Arbeitsraum.

Woran das liegt, erfahrt Ihr im folgenden Text.

Ostdeutsche Städte werden dichter und mobiler

KI-gestützt generiert

Abgesehen von Berlin galten viele Städte im Osten über lange Zeit als vergleichsweise entspannt, wenn es um Wohnraum ging: Große Altbauwohnungen, bezahlbare Mieten, Kellerabteil inklusive.

Dieses Bild ist zwar noch immer verbreitet, es stimmt aber längst nicht mehr überall – ganz besonders nicht für alle, die nicht zu den seit vielen Jahren dort residierenden Alt-Mietern gehören.

Tatsache ist, Dresden, Leipzig, Chemnitz, Halle oder Magdeburg wachsen, ziehen Studierende, Fachkräfte, junge Familien und Unternehmen an.

Gleichzeitig verändern sich die Haushalte. Immer mehr Menschen leben allein, ziehen häufiger um oder nutzen ihre Wohnung anders als früher.

Aus dem Gästezimmer wird ein Heimbüro, aus dem Keller ein Fahrradraum, aus der Abstellkammer ein Platz für Technik, Vorräte oder Hobbies.

Gerade Dresden zeigt, wie konkret dieser Bedarf inzwischen geworden ist: Hier offeriert der Anbieter LAGERBOX an zwei Standorten Lagerräume für Privatpersonen und Unternehmen – und kann sich über mangelnde Aufträge wahrlich nicht beklagen.

Denn die Gründe, derartigen Stauraum für wenige Wochen oder mehrere Monate anzumieten, sind vor dem Hintergrund des "ostdeutschen urbanen Wandels" äußerst vielschichtig:

Nehmen wir als Beispiel ein Paar, das zusammenzieht. Verschmelzen dabei zwei vorherige Solo-Haushalte, gibt es in aller Regel jede Menge Dopplungen zwischen Fernseher, Bett und Waschmaschine.

Doch direkt verkaufen will längst nicht jeder – allein schon, falls sich zeitnah herausstellt, dass das Zusammenleben doch nicht so gut funktioniert.

Der Platzbedarf verschwindet also nicht. Er verlagert sich nur: Raus aus überfüllten Kellern, engen Abstellkammern und improvisierten Zwischenlösungen, hinein in flexible Lagerräume, die genau für solche Situationen gedacht sind.

Warum Self Storage gerade jetzt so gut passt

© 123rf / stockage

Self Storage schließt genau diese Lücke zwischen "möchte ich noch behalten" und "passt gerade nirgends hin".

Mit unterschiedlichen Größen, die flexibel gemietet und je nach Bedarf genutzt werden können, füllt Self Storage eine echte Angebotslücke, die durch klassische Lagerhallen-Mietverträge und improvisierte Stapel bei Eltern oder Freunden nur unzureichend gefüllt werden kann.

Der große Vorteil liegt in der Mischung aus Flexibilität, Sicherheit und Alltagstauglichkeit.

Wer nur für einige Wochen Möbel zwischenlagern muss, braucht keine dauerhafte Lösung. Wer Akten, Sportausrüstung, Werkzeug oder saisonale Gegenstände aus der Wohnung auslagern möchte, braucht keine große Gewerbefläche.

Für viele Nutzer zählen dabei vor allem folgende Stärken:

  • Flexible Mietdauer statt langfristiger Bindung
  • Verschiedene Raumgrößen je nach tatsächlichem Bedarf
  • Trockene, sichere und saubere Lagerbedingungen
  • Zugriff auf eingelagerte Gegenstände nach Bedarf
  • Hohe Sicherheit durch Kameras und Security
  • Klare Trennung zwischen Wohnraum, Arbeitsraum und Stauraum

Damit wird Self Storage weniger zu einer Luxuslösung als zu einer praktischen Antwort auf veränderte Lebensumstände.

Gerade in Städten, in denen Wohnraum teurer und knapper wird, ist zusätzlicher Stauraum oft günstiger und unkomplizierter als eine größere Wohnung.

Auch Unternehmen brauchen flexible Fläche

Allerdings sei deutlich unterstrichen, dass Self Storage keinesfalls nur ein Thema für Privatpersonen ist.

Auch kleinere Unternehmen, Handwerker, Onlinehändler, Außendienstler, Vereine oder Kreativbetriebe nutzen solche Lagerflächen zunehmend als Erweiterung ihrer vorhandenen Räume.

Der Grund liegt auf der Hand: Büro- und Gewerbeflächen sollen möglichst effizient genutzt werden. Kaum ein Unternehmen möchte größere Räume mieten, nur weil irgendwo Akten, Werkzeuge, Muster, Werbematerial, Verpackungen oder saisonale Waren untergebracht werden müssen.

Ein externer Lagerraum kann hier mehrere Probleme gleichzeitig lösen:

Besonders für kleinere Betriebe ist das attraktiv, weil ihr Platzbedarf oft schwankt. Mal wird mehr Ware gelagert, mal weniger. Mal steht eine Messe an, mal müssen alte Unterlagen aufbewahrt werden, mal braucht ein Projekt kurzfristig zusätzliche Fläche.

Gerade ostdeutsche Städte mit wachsenden Dienstleistungs-, Hochschul- und Kreativstandorten bieten dafür ein passendes Umfeld. Viele Unternehmen arbeiten heutzutage kleiner, beweglicher und projektbezogener als früher. Sie brauchen keinen riesigen Standort, sondern punktuell zusätzlichen Raum.

Warum der Osten Nachholbedarf hatte

Dass Self Storage in ostdeutschen Städten später Fahrt aufgenommen hat als in einigen westdeutschen Metropolen, ist so real wie nachvollziehbar.

In vielen Städten war Wohn- und Gewerberaum schlichtweg lange günstiger und großzügiger verfügbar. Der Druck, externe Lagerflächen zu nutzen, war deshalb geringer.

Auch Anbieter konzentrierten sich zunächst auf besonders große Märkte wie Berlin, Hamburg, München, Köln oder Frankfurt. Dort waren hohe Mieten, kleine Wohnungen und eine mobile Stadtbevölkerung schon früher starke Treiber.

Inzwischen haben sich die Voraussetzungen verändert. Auch ostdeutsche Städte erleben Entwicklungen, die Self Storage attraktiver machen:

Hinzu kommt: Viele Städte im Osten verfügen über gut erreichbare Gewerbestandorte, ehemalige Industrieflächen oder verkehrsgünstige Lagen, die sich für moderne Lagerkonzepte eignen.

Fazit: Aus Kellerersatz wird Alltagslösung

© 123rf / zulsp010795

Self Storage ist auch im Osten kein exotisches Nischenthema mehr. Es ist eine rationale, nüchterne Antwort auf ein alltägliches Problem:

Viele Menschen besitzen immer mehr Dinge, die sie nicht wegwerfen möchten, aber ebenso wenig ständig benötigen.

Früher: Früher übernahm oft der Keller diese Rolle. Heute ist er häufig zu klein, feucht, bereits überfüllt oder in modernen Wohnhäusern gar nicht mehr (in der gewohnten Größe) vorhanden.

Heute: Moderne Lagerräume treten zunehmend an diese Stelle – bloß planbarer, sauberer und flexibler. Ostdeutsche Städte holen beim Self Storage also nicht zufällig auf. Denn auch hier entstehen immer stärker jene Realitäten, die bereits in westlichen Metropolen für einen Siegeszug des Konzepts sorgten.

Für viele Menschen und Unternehmen ist Self Storage deshalb vor allem eine praktische Ergänzung zum Alltag. Zusätzlicher Platz, wenn er gebraucht wird, aber nur so lange, wie er gebraucht wird.