Dieses Entdecker-Projekt lockt ab 11.9. viele Besucher nach Sachsen
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Sachsen – Dass Kunst nicht immer im Museum hängen muss, zeigt der Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH, der durch Chemnitz, Mittelsachsen, das Erzgebirge und das Zwickauer Land führt.
Wer diesen einmal selbst erkunden möchte, kann das vom 11. bis 13. September beim PURPLE PATH Wochenende tun.
Bei Führungen, Wanderungen, Musik, Workshops und Festen könnt Ihr die Region und ihre Kunst auf ganz unterschiedliche Weise kennenlernen.
Richtig cool: Wir verlosen weiter unten zwei Tickets für eine geführte Bustour entlang der Route.
Mehr Details zu den Werken und der Teilnahme am Gewinnspiel folgen jetzt.
Ganze Region rund um Chemnitz lädt zum PURPLE PATH Wochenende
Kennt Ihr schon den PURPLE PATH? Der Kunst- und Skulpturenweg zieht sich durch Chemnitz, Mittelsachsen, das Erzgebirge und das Zwickauer Land und entstand 2025 im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas. Mehr als 60 Werke stehen verteilt in der Region.
Damit Ihr Euch selbst einen Eindruck machen könnt, findet vom 11. bis 13. September das PURPLE PATH Wochenende mit Führungen, Wanderungen, Musik, Workshops und Festen statt.
Drei Tage lang könnt Ihr losziehen und dabei Kunst an ganz besonderen Orten entdecken. Mal geht es an eine Industriebrache, mal an einen Bahnhof, ans Flussufer oder mitten ins Dorf.
Dahinter steckt die Idee, zeitgenössische Kunst mit der Region zu verbinden. Internationale Künstler treffen dabei auf sächsische Kunstschaffende, um die Geschichte und Gegenwart der Region von Bergbau, Industrie und Handwerk sichtbar zu machen.
Entstanden ist das Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 und wurde von Alexander Ochs kuratiert.
Im nächsten Abschnitt stellen wir Euch ein paar der Werke einmal genauer vor.
Einige Kunstwerke und ihre Bedeutung
Daniel Buren: 7 Farben für einen Schornstein / Sept Couleurs pour une cheminée
In Chemnitz steht mit "7 Farben für einen Schornstein" ein Kunstwerk, das kaum zu übersehen ist. Der 302 Meter hohe "Lulatsch" wurde vom französischen Künstler Daniel Buren gestaltet und leuchtet in sieben kräftigen Farben.
Von Aquamarin, Erdbeerrot und Gelbgrün über Himmelblau und Melonengelb bis hin zu Signalviolett und Verkehrsgelb zieht sich das Farbenspiel über den Schornstein, sodass er schon aus großer Entfernung gut zu sehen ist.
Auch nachts bleibt er nicht unbemerkt. 168 LED-Lichter bringen die Farben zum Leuchten und machen den Schornstein weit über Chemnitz hinaus sichtbar.
Und was vielleicht noch keiner wusste: Der PURPLE PATH verdankt seinen Namen tatsächlich der zweiten Farbe von oben, dem Signalviolett.
Kris Martin: Good Luck
Ein Kubus, der auf einer Kugel balanciert. Genau so sieht "Good Luck" von Kris Martin aus. Die Skulptur steht seit 2024 vor dem Rathaus in Wechselburg und besteht aus Rochlitzer Porphyrtuff.
Der Stein kommt direkt aus der Region. Am Rochlitzer Berg wird Porphyrtuff schon seit Jahrhunderten abgebaut und gehört damit fest zur Geschichte der Gegend.
Für seine Skulptur ließ sich der belgische Künstler von Goethes "Stein des guten Glücks" aus dem Jahr 1777 inspirieren. Die wackelige Konstruktion wirkt dabei fast so, als könnte sie jeden Moment kippen.
Genau darin steckt die Idee hinter dem Werk. Die Balance steht für Glück und Stabilität, aber auch dafür, wie schnell sich Dinge verändern können.
Rotmilan: Twisted Peek
Wie ein ungewöhnlicher Hochsitz steht "Twisted Peek" mitten in der Landschaft von Oberlungwitz. Die begehbare Skulptur stammt von der Gruppe Rotmilan und bietet einen besonderen Blick auf den Sachsenring.
Die Form erinnert an einen Wachturm oder Jägerstand. Über die schmalen Öffnungen lässt sich die Landschaft aus verschiedenen Perspektiven betrachten.
Dahinter steckt aber noch mehr: Das Werk greift die alten Hochsitze auf, die Rennsportfans entlang des Sachsenrings selbst bauten, um die Rennen besser sehen zu können.
Jana Gunstheimer: dingenunner, dingenauf - Das Zwickauer Banntuch
Am Muldeufer in Zwickau fällt eine ungewöhnliche Dachkonstruktion auf: "dingenunner, dingenauf" stammt von Jana Gunstheimer und verbindet eine Skulptur mit traditionellem Dachdeckerhandwerk.
Das Schieferdach erinnert an ein Handwerk, das im Erzgebirge lange eine wichtige Rolle spielte. Gleichzeitig greift das Werk die Geschichte von Tuchmacherei, Bergbau und Steinkohle in Zwickau auf.
Damit erzählt die Arbeit auch vom Wandel der Region, zu dem Aufschwung und Abschwung, alte Industrien und neue Zeiten gehören.
Der Spruch "Haben Sie schlechte Laune?" spielt dabei mit einem Augenzwinkern auf Klischees und die wechselvolle Geschichte der Region an.
Jeffrey James: Cumulus
Auf dem Gelände der Hochschule Mittweida steht eine rund sechs Tonnen schwere Betonsäule. "Cumulus" stammt vom Künstler Jeffrey James und besteht aus fünf Betonmodulen, die übereinander angeordnet sind.
Die Form erinnert an eine Cumuluswolke, also eine Haufenwolke, die ständig ihre Gestalt verändert. Die Skulptur selbst steht dagegen fest an ihrem Platz.
Genau dieser Gegensatz ist wichtig. Das Kunstwerk erinnert an die weltoffene und standhafte Haltung der Hochschule während der Zeit des Nationalsozialismus.
Um weitere Werke und deren Geschichten dahinter zu entdecken, müsst Ihr nur diesem Pfad hier folgen.
Info: Die Kunstwerke am PURPLE PATH könnt Ihr jederzeit besuchen, es gibt keine Öffnungszeiten und der Eintritt ist kostenlos.
Auf einfachen Wegen die Region erkunden
Der PURPLE PATH kann ganz nach Lust und Laune erkundet werden. Einen festen Rundgang gibt es nicht, sodass jeder selbst entscheiden kann, welche Werke und Orte auf dem Weg liegen.
Ob mit dem Auto, Bus und Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß, Ihr könnt den Kunst- und Skulpturenweg ganz nach Eurem eigenen Geschmack und Tempo zu entdecken.
>>> Hier passende Routenvorschläge finden.
Weitere Touren findet Ihr direkt bei Outdooractive.
Wer lieber entspannt unterwegs ist, kann auch an einer geführten Bustour teilnehmen. Dabei gibt es Infos zu den Kunstwerken und den Orten, an denen sie stehen.
Die Bustouren werden regelmäßig vom Tourismusverband Chemnitz Zwickau Region e. V. angeboten. Wer mitfahren möchte, findet Termine und Buchung beim Tourismusverband sowie auf der PURPLE-PATH-Seite.
Ihr habt jetzt aber auch die Möglichkeit, zwei Tickets für eine der nächsten Bustouren zu gewinnen.
Mitmachen und eine Bustour entlang des PURPLE PATH gewinnen
Lust bekommen, den PURPLE PATH einmal mit dem Bus zu erkunden und dabei mehr über die Kunstwerke und ihre Geschichten zu erfahren?
Wir verlosen zwei Tickets für eine der nächsten PURPLE-PATH-Bustouren!
Um mitzumachen, müsst Ihr einfach das Formular unten ausfüllen und schon landet Ihr im Lostopf*.
Wichtig: Nach der Anmeldung bekommt Ihr eine Bestätigung per E-Mail. Bitte den Link darin anklicken, damit die Teilnahme gilt.
Das Gewinnspiel läuft bis zum 11. September 2026, um 23:59 Uhr. Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt.
Wir drücken die Daumen!
*Teilnahme am Gewinnspiel setzt die Anmeldung zum Newsletter voraus
Hier werden Erinnerungen gesammelt
Der Kunst- und Skulpturenweg verbindet zwei große Urlaubsregionen, die immer eine Reise wert sind und Euch viele Erlebnisse rund um Euren PURPLE PATH Besuch schenken.
Zum einen geht es in die Chemnitz. Zwickau. Region. mit Städten, Natur und jeder Menge Kultur.
Zum anderen führt der PURPLE PATH auch durch das Erzgebirge, wo Euch abwechslungsreiche Landschaften, Ausflugsziele und regionale Traditionen begegnen.