Von Marco Krefting
Stuttgart - In Schulen in Baden-Württemberg soll der Privatgebrauch von Handys laut Eckpunkten des Kultusministeriums weitgehend untersagt werden.
Der Entwurf setze den Grundsatz um: "Wenn Schule ist, hat das Handy Pause", teilte ein Ministeriumssprecher mit.
Geplant sei es, Schülerinnen und Schüler aller Klassen und aller Schularten an öffentlichen Schulen die private Nutzung digitaler Endgeräte zu verbieten - von Beginn der ersten Schulstunde an bis zur letzten Schulstunde inklusive Pausen. Angestrebt sei, dass die Regeln ab dem Schuljahr 2027/28 gelten.
Ausgenommen seien Mittagspausen, Heim- und Ausgangszeiten in Internaten, außerunterrichtliche und sonstige schulische Veranstaltungen, heißt es in den Eckpunkten, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.
Wer aus einem wichtigen Grund auf das Handy angewiesen sei, solle es ebenfalls nutzen können - etwa wenn Nachmittagsunterricht spontan ausfalle und Eltern informiert oder Busfahrpläne abgerufen werden müssten.
Ähnliches gelte bei Notfällen, Krisensituationen oder wenn gesundheitliche Gründe oder barrierefreie Teilhabe die Handynutzung nötig machten. Die pädagogische Nutzung mobiler Endgeräte im Unterricht bleibe weiterhin möglich.