Pendler aufgepasst: Viele Busse in BaWü bleiben im Depot - es wird gestreikt

Von Maximilian von Klenze, Martin Oversohl

Stuttgart - Viele Pendler und andere Busfahrende in Baden-Württemberg werden sich in den beiden nächsten Tagen gedulden oder ihre Fahrten verschieben müssen. Denn in mehreren Busbetrieben der SWEG (Südwestdeutschen Landesverkehrs GmbH) in Baden-Württemberg soll es am Mittwoch und Donnerstag (9./10. September) einen zweitägigen Warnstreik geben.

Vielerorts fahren Busse der Südwestdeutschen Landesverkehrs GmbH nicht.  © Marijan Murat/dpa

Dazu hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten nach eigenen Angaben aufgerufen. 

"Die Zeit wird knapp, deshalb machen wir jetzt ernst", teilte die Gewerkschaft mit Blick auf anstehende Fristen, Neuausschreibungen und den gekündigten Mantel-Tarifvertrag mit.

Probleme dürfte es laut Verdi und SWEG an den Standorten Lahr, Offenburg und Schutterwald, Kehl, Endingen und Emmendingen, Weil am Rhein, Müllheim, Dörzbach, Lauda, Wiesloch, Sinsheim und Gammertingen geben.

Baden-Württemberg Shamonda-Virus trifft Hunderte Tiere im Südwesten: Besteht Gefahr für den Menschen?

Der Standort Tübingen (Dußlingen) mit dem Linienbündel Südost sei nicht vom Warnstreik betroffen, hieß es.

Die SWEG rechnet mit stärkeren Auswirkungen und empfiehlt Fahrgästen, an den Streiktagen auf andere Strecken auszuweichen oder die Fahrt zu verschieben. "Es ist auf jeden Fall mit Fahrtausfällen zu rechnen", sagte SWEG-Sprecher Christoph Meichsner.

Anzeige

Tarifgespräche stocken

Verdi hat neue Streiks angekündigt.  © Hannes P Albert/dpa

Grund für die Warnstreiks sind laut Verdi die stockenden Tarifverhandlungen. Bundesweit werde über höhere Entgelte im Eisenbahntarifvertrag verhandelt, zudem sei der Mantel-Tarifvertrag gekündigt worden. Mit Blick auf die Neu-Ausschreibungen von Linienbündeln im Land fordert Verdi zudem einen Tarif-Sozialplan, um die Beschäftigten zu schützen. 

Die SWEG ist das landeseigene Eisenbahnverkehrsunternehmen Baden-Württembergs mit Sitz in Lahr im Schwarzwald. Das Unternehmen ging 1971 aus dem Zusammenschluss mehrerer südwestdeutscher Nebenbahn- und Busgesellschaften hervor.

Heute betreibt die mehrheitlich im Eigentum des Landes Baden-Württemberg stehende SWEG sowohl Schienen- als auch Busverkehr.

Mehr zum Thema Baden-Württemberg: