Über 600 Verstöße: Polizei zieht bittere Bilanz nach Schulweg-Kontrollen
Heilbronn - Nicht angeschnallt, zu schnell oder falsch geparkt: Bei der landesweiten Aktion "Sicherer Schulweg" hat die Polizei im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn mehr als 600 Verstöße festgestellt.
Die Bilanz fällt deutlich aus: Insgesamt führten Einsatzkräfte der örtlichen Reviere, der Verkehrspolizei und des Referats Prävention 430 Kontrollen durch.
Das Ziel: Schulwege sicherer machen und vor allem Kinder und Jugendliche besser schützen.
Besonders häufig erwischten die Beamten Autofahrer beziehungsweise Mitfahrer ohne angelegten Sicherheitsgurt oder mit fehlender Kindersicherung. 164 Verstöße wurden allein in diesem Bereich festgestellt.
Auch beim Tempo nahmen es viele Verkehrsteilnehmer offenbar nicht genau: 112 Geschwindigkeitsverstöße registrierte die Polizei - insbesondere in Tempo-30-Zonen in der Nähe von Schulen.
Hinzu kamen 81 Falschparker, die unter anderem Geh- und Radwege, Kreuzungsbereiche oder Bushaltestellen blockierten. Genau dort können falsch abgestellte Fahrzeuge für Kinder schnell zum Sicherheitsrisiko werden, weil Sichtachsen versperrt werden.
Nicht nur Autofahrer waren im Fokus der Kontrollen
Im Blick hatten die Einsatzkräfte außerdem das Verhalten an Bushaltestellen und Fußgängerüberwegen, die Handynutzung am Steuer sowie den technischen Zustand von Fahrrädern.
Bei kontrollierten Rädern von Kindern und Jugendlichen sowie beim Verhalten von Schülerinnen und Schülern im Straßenverkehr stellten die Beamten zahlreiche Mängel und Verstöße fest.
Besonders genau schaute die Verkehrspolizei auch bei Bussen hin. Insgesamt wurden 18 Linien- und Schulbusse überprüft. Dabei stellten die Beamten unter anderem Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Vorgaben zur Berufskraftfahrerqualifikation sowie technische Mängel fest.
Mit dem Ende der Aktion sind die Kontrollen allerdings nicht vorbei. Die Polizei kündigte an, auch künftig verstärkt auf Schulwegen präsent zu sein.
Gleichzeitig richtet sie einen Appell an alle Verkehrsteilnehmer: Gerade in der Nähe von Schulen und Bushaltestellen sei besondere Rücksicht gefragt. Wer dort unterwegs ist, sollte langsam, aufmerksam und vorausschauend fahren.
Titelfoto: Montage: Peter Gercke/dpa, Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

