Von Oliver Schmale
Stuttgart - Pendler und Schüler müssen sich erneut bei einigen Busbetrieben der SWEG (Südwestdeutschen Landesverkehrs GmbH) auf starke Einschränkungen einstellen.
Für Donnerstag und Freitag ruft die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks auf. Betroffen seien demnach Busbetriebe in Gammertingen, Lahr, Schutterwald, Kehl, Endingen, Emmendingen, Weil am Rhein und Müllheim. In den betroffenen Verkehrsgebieten sei mit erheblichen Fahrtausfällen zu rechnen, teilte die SWEG im Vorfeld mit.
Verdi-Verhandlungsführerin Friederike DeCoite sagte, die SWEG und das Land als Eigner müssten endlich Verantwortung übernehmen, um mit der Gewerkschaft über Lösungen zu verhandeln. Es gehe darum, einen verlässlichen ÖPNV für die Zukunft zu gewährleisten. Es ist bereits der sechste Ausstand in der laufenden Tarifrunde.
Die SWEG hatte die Streikaufrufe in der Vergangenheit immer als unverhältnismäßig bezeichnet.
SWEG ist ein Landesunternehmen
Der Verdi-Landesfachbereichsleiter Verkehr, Jan Bleckert, hatte erklärt, es sei bitter enttäuschend, dass ein landeseigenes Unternehmen nicht einmal bereit sei, über den Schutz von Fahrerinnen und Fahrern bei betriebsbedingten Kündigungen nach Neuausschreibungen zu sprechen.
Als einen weiteren Grund für den erneuten Warnstreik bei den Busfahrern nannte die Gewerkschaft die stockenden Tarifverhandlungen. Bundesweit werde über höhere Entgelte im Eisenbahntarifvertrag verhandelt.
Die SWEG ist ein landeseigenes Verkehrsunternehmen mit Sitz in Lahr im Schwarzwald, das 1971 aus dem Zusammenschluss mehrerer südwestdeutscher Nebenbahn- und Busgesellschaften hervorging. Heute betreibt die mehrheitlich im Eigentum des Landes Baden-Württemberg stehende SWEG sowohl Schienen- als auch Busverkehr.