Von Tom Sundermann
München - Erst vor zwei Wochen, am 12. August, war in weiten Teilen Europas eine Sonnenfinsternis zu beobachten. Wer sich nach dem nächsten Spektakel am Himmel sehnt, hat großes Glück: Schon diesen Freitag kommt es zu einer teilweisen Mondfinsternis.
Dabei schiebt sich die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne zwischen Mond und Sonne. So wandert die Mondkugel durch den Schatten der Erde und wird verfinstert.
In diesem Fall tauchen allerdings nur 93 Prozent der sichtbaren Mondoberfläche in den Schatten ein. Deshalb bleibt das besonders beeindruckende Blutmond-Phänomen, bei dem sich der Himmelskörper tiefrot einfärbt, aus.
Doch wann findet die Mondfinsternis überhaupt statt? Am frühen Freitagmorgen. Der sichtbare Schatten ist ab 4.33 Uhr zu sehen. Um 6.12 Uhr erreicht sie ihren Höhepunkt.
Wie lange das Phänomen zu beobachten ist, hängt vom Standort ab. In München geht der Mond um 6.32 Uhr unter – je weiter westlich, desto später.
Am besten lässt sich der Mond an einem dunklen Platz mit freier Sicht nach Westen beobachten, also im besten Fall ohne Bäume oder Gebäude am Horizont. Vorteilhaft sind außerdem erhöhte Plätze – entweder natürliche Anhöhen oder Gebäude.
Vollständige Mondfinsternis bereits übernächstes Jahr
Die Volkssternwarte in München öffnet ihre Pforten am Freitagmorgen für eine Sonderveranstaltung, die Tickets sind online allerdings bereits nicht mehr zu kaufen.
Gerade in Bayern empfehlen sich zudem sogenannte Dark-Sky-Orte als Beobachtungsbasen: Die Winklmoos‑Alm in den Chiemgauer Alpen bietet auf rund 1200 Meter Höhe einen ungestörten 360‑Grad-Blick.
Auf eine vollständige Mondfinsternis muss man übrigens gar nicht so lange warten. Es wird ein Tag, an dem eh alle irgendwann nach oben schauen werden: der 31. Dezember 2028.