Partielle Sonnenfinsternis 2026: Was Du in Bayern wissen musst
Von Simon Sachseder
München - Wenn sich am Mittwoch der Mond vor die Sonne schiebt, haben die Menschen in Bayern gute Karten, ein Naturschauspiel der besonderen Art zu erleben.
Bayern gehört zu den Bundesländern, wo der Mond die Sonnenscheibe am meisten verdeckt, denn es gilt: Je weiter im Süden und Westen Deutschlands, desto besser. Wer das Spektakel verpasst, muss bis 2081 warten, bis er Vergleichbares wieder sehen kann.
Wo in Bayern muss ich hin? Die Sonnenfinsternis kann grundsätzlich überall in Bayern beobachtet werden, möglichst von einem erhöhten Punkt und mit freier Sicht in Richtung Westen. Denn die Sonne wird – relativ knapp vor Sonnenuntergang – schon recht tief stehen.
Bei einer partiellen Sonnenfinsternis verdeckt der Mond die Sonne nicht komplett, je weiter – grob gesagt – im Südwesten des Freistaats man sich befindet, desto höher ist die Verdeckung. Während in Hof "nur" rund 87 Prozent der Sonne verdeckt sein werden, sind es laut einer interaktiven Karte der NASA in Lindau am Bodensee rund 90 Prozent.
Nürnberg und München liegen mit etwa 88 und 89 Prozent dazwischen.
Gutes Wetter, weite Sicht: Sonnenfinsternis in Bayern
Wie wird das Wetter am Mittwoch? Der Deutsche Wetterdienst verspricht in seiner bisherigen Vorhersage allerbestes Sonnenfinsternis-Wetter praktisch im gesamten Freistaat. Es wird tagsüber fast in ganz Bayern sonnig, die Nacht zum Donnerstag wird sternenklar.
Höchstens am Alpenrand könnte es am Nachmittag ein paar örtliche Gewitter geben – dort wäre dann möglicherweise die Sicht auf die Sichel verdorben.
Wann geht's los? Genau genommen gibt es auch hier kleine Unterschiede je nach Standort, Hof ist ein paar Minuten früher dran als Lindau. Beginn in München etwa ist um 19.22 Uhr, das Maximum wird gegen 20.15 Uhr erwartet. Zu Ende dürfte die Sonnenfinsternis aus Beobachtersicht in aller Regel mit Sonnenuntergang sein – in München beispielsweise um 20.32 Uhr.
Wie schütze ich meine Augen? Normale Sonnenbrillen reichen nicht aus. Benötigt wird eine geprüfte Sonnenfinsternis-Brille. Dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zufolge muss die Schutzbrille gemäß den gültigen EU-Normen als sicher für den direkten Blick in die Sonne gekennzeichnet und mit dem CE-Symbol versehen sein.
Die aktuell gültige Norm ist demnach DIN EN ISO 12312-2:2015. Es gibt sie zum Beispiel bei Optikern oder im Internet.
Titelfoto: Bildmontage: K.M. Chaudary/AP/dpa, Patrick Pleul/dpa

