Vorwurf des Machtmissbrauchs in Musikhochschule: Präsident nimmt seinen Hut

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Von Christoph Trost

Nürnberg - Der Präsident der Musikhochschule Nürnberg, Rainer Kotzian, ist nach Machtmissbrauchsvorwürfen und langen internen Auseinandersetzungen von seinem Posten zurückgetreten.

Bayerns Kunstminister Blume (CSU) fordert, die an der Musikhochschule Nürnberg im Raum stehenden Vorwürfe sorgfältig aufzuklären.
Bayerns Kunstminister Blume (CSU) fordert, die an der Musikhochschule Nürnberg im Raum stehenden Vorwürfe sorgfältig aufzuklären.  © Sören Balendat/HFMN/dpa

Seinen Rücktritt teilte er in einem Schreiben an alle Hochschulmitglieder mit, das er der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage zukommen ließ und über das zuerst die "Süddeutsche Zeitung" berichtet hatte.

Die Hochschule selbst teilte mit, der Rücktritt sei schon zu diesem Freitag wirksam - Kotzian habe seine Entscheidung begründet "mit den hochschulinternen Auseinandersetzungen der vergangenen Monate und dem Wunsch, weitere Belastungen von der Hochschule abzuwenden".

Kotzian räumte in dem Schreiben einen "Fehler" aus dem vergangenen November ein.

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Er habe ich nicht ausreichend berücksichtigt, dass auch in einem Vertrauensverhältnis das Machtgefälle zwischen einem Professor und einer Studentin bestehen bleibe.

Weitere Details nannte Kotzian in dem Schreiben nicht. So wie eine Studierendeninitiative den Sachverhalt darstelle, bestreite er die Vorwürfe, teilte Kotzian auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur allerdings mit.

Bayerns Kunstminister Markus Blume (51, CSU) teilte mit, er respektiere Kotzians Entscheidung, sein Amt niederzulegen, und dankte ihm für seine Arbeit und sein Engagement.

Titelfoto: Sören Balendat/HFMN/dpa

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