37 Jahre Mauerfall: Berlin erinnert an die Opfer der DDR-Diktatur

Von Wilhelm Pischke

Berlin - Am Montag jährt sich der Mauerfall zum 37. Mal. In ganz Berlin wird an die historische Nacht vom 9. November 1989 erinnert – zugleich stehen die Opfer der DDR-Diktatur im Mittelpunkt des Gedenkens. Welche Veranstaltungen und Gedenkfeiern geplant sind.

Die Mauer erstreckte sich über rund 155 Kilometer, davon circa 43 Kilometer mitten durch Berlin.  © Sören Stache/dpa

Am Montagmorgen ist zum Jahrestag des Mauerfalls eine Erinnerungsveranstaltung an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße unter anderem mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (54, CDU) geplant. 

"In diesem Jahr hält der ungarische Autor und Historiker, György Dalos, 1943 in Budapest als Sohn jüdischer Eltern geboren, eine Rede bei der Andacht", sagte ein Sprecher der Stiftung Berliner Mauer. Außerdem werden Jugendliche der Ernst-Reuter-Schule aus Berlin und des Lycée Marcel Rudloff aus Strasbourg Statements vortragen. 

Am Grenzübergang an der Bornholmer Straße soll ebenfalls am Abend an den Mauerfall erinnert werden. Am 9. November 1989 öffnete sich an der Bornholmer Straße erstmals die Berliner Mauer. Das Deutsche Historische Museum öffnet an diesem Tag kostenlos für Besucher.

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Im Berliner Dom soll am Abend ein Gedenkgottesdienst stattfinden. "Kein anderer Tag in Deutschland ist so sehr durch Erinnern und Gedenken geprägt wie der 9. November", heißt es in der Einladung. Dieser Tag verbinde "den Tiefpunkt menschlicher Zivilisation - die staatlich verordnete Gewalt gegen die jüdische Bevölkerung 1938 - mit einem Sternstunden-Moment der Freiheit, dem Fall der Berliner Mauer 1989".

Am 9. November 1938 wurden bei der Pogromnacht jüdische Menschen und Geschäfte auch von SA und SS angegriffen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt oder starben.

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In der Nacht zum 13. August 1961 riegelten DDR-Einheiten die Grenze zu West-Berlin mit Stacheldraht ab und begannen kurz darauf mit dem Bau der Mauer.  © UPI/dpa

"Freedom Week" mit rund 170 Veranstaltungen

Zudem ist eine sogenannte "Freedom Week" geplant. Zwischen dem 7. und dem 14. November sollen laut den Veranstaltern unter anderem "verschiedene Konferenzen mit Stimmen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft" stattfinden.

Geplant sind außerdem Zeitzeugengespräche, Kulturveranstaltungen und interaktive Formate. Rund 170 Veranstaltungen sind bis zum nächsten Samstag vorgesehen.

Zahlreiche Dissidenten und Oppositionelle aus vielen Staaten sind dabei. Ein Schwerpunkt widmet sich Frauen, die sich gegen Unterdrückung und Diktaturen stellen. 

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