Von Fabian Nitschmann
Berlin - Das Quartier 206 in der Friedrichstraße soll für mindestens 130,9 Millionen verkauft werden.
Das geht aus einer Einladung des Amtsgerichts Mitte für den nächstens Versteigerungsversuch hervor. Dieser wurde für den 18. September um 10 Uhr angesetzt.
Der Mitteilung zufolge kann ein Zuschlag für die Immobilie nur erteilt werden, wenn mindestens 70 Prozent des Verkehrswertes geboten werden. Dieser wurde laut Gericht auf 187 Millionen Euro festgelegt.
Im April scheiterte die Versteigerung der Gewerbeimmobilie. Damals lag das höchste von zwei Geboten bei 40 Millionen Euro. Das Amtsgericht Mitte lehnte es ab, der meistbietenden Partei den Zuschlag für die Immobilie zu erteilen, da deren Gebot die Grenze von 50 Prozent des Verkehrswertes unterschritt. Diese Regel gilt ebenfalls für den neuen Versteigerungsversuch.
Das Quartier 206 bildet die Mitte der sogenannten Friedrichstadt-Passage zwischen der früheren Galeries Lafayette und dem Bürogebäude Quartier 205. Es galt einst als wichtiger Shopping-Anlaufpunkt, inzwischen stehen große Teile des Gebäudes seit Jahren leer.
Tausende Quadratmeter Einzelhandelsfläche
Laut dem Exposé zur Versteigerung besteht das Gebäude aus einer mehrgeschossigen Einkaufspassage mit Ladeneinheiten, Büro- und Praxisetagen sowie elf Wohnungen. "Der Bau- und Unterhaltungszustand ist zusammenfassend durchschnittlich bis ausreichend", heißt es. Es seien "nicht nur unerhebliche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Nutzung" erforderlich.
Unter anderem gibt es demnach 8.100 Quadratmeter Einzelhandelsfläche und circa 15.100 Quadratmeter Büro- und Praxisfläche. In den zwei Tiefgaragen-Ebenen gibt es demnach zudem 262 Parkplätze. Das Gebäude wurde 1996 errichtet.
Die Versteigerung findet im Amtsgericht Mitte in der Littenstraße 12-17 statt (Saal 0208/0209).