Berlin - Berlin steht vor einer riesigen Herausforderung: Bis 2035 müssen in der Hauptstadt rund 560.000 Arbeitsplätze neu besetzt werden. Grund sind der demografische Wandel, die Digitalisierung und der wirtschaftlicher Strukturwandel.
Der Senat reagiert mit der Fachkräftestrategie 2035 – einem stadtweiten Masterplan, der Fachkräfte sichern, Qualifizierung und Weiterbildung fördern und jungen Menschen neue Perspektiven eröffnen soll.
Auch ungenutzte Potenziale sollen stärker ermittelt werden, um mehr Menschen Zugang zu guter Arbeit zu ermöglichen.
Erstmals bündelt Berlin dafür seine Aktivitäten ressortübergreifend: Von Fachkräfteeinwanderung über berufliche und akademische Aus- und Weiterbildung bis hin zu Digitalisierung und Innovation – alles soll aufeinander abgestimmt laufen.
Auch Rahmenbedingungen wie Wohnen, Kinderbetreuung und Lebensqualität stehen auf der Agenda, um die Stadt für Fachkräfte attraktiv zu halten.
Ein erster praktischer Schritt bereits ab Sommer 2026
Im Sommer wird die Senatsarbeitsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung die ersten 150 Wohnungen an Auszubildende übergeben und die Gründung eines Azubi-Werkes vorantreiben.
Das Willkommenszentrum an der Potsdamer Straße wird zu einem modernen, internationalen Beratungszentrum ausgebaut.
Senatorin Cansel Kiziltepe (59, SPD) betont: "Ohne Fachkräfte kein Wohlstand. Wir wollen Potenziale nutzen, Menschen qualifizieren und jungen Berlinern wie Zugezogenen gute Perspektiven bieten."
Mit der Fachkräftestrategie setzt Berlin auf ein gemeinsames, abgestimmtes Vorgehen, das die Hauptstadt langfristig wirtschaftlich stark, innovativ und lebenswert halten soll – für Unternehmen, Fachkräfte und die Zukunft der Stadt.