Schönefeld - Ein Mann soll am 6. September einen Servicemitarbeiter am BER minutenlang verprügelt haben, nachdem ihm die Mitreise verweigert worden war. Das Opfer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Der Vorfall soll sich gegen 22 Uhr ereignet haben, nachdem zwei stark alkoholisierte Passagiere nicht an Bord gelassen worden waren.
Bei einem der Männer soll es sich laut "Bild" um den 21-jährigen Haupttatverdächtigen handeln. Ein weiterer Mann soll ihn während der Attacke abgeschirmt haben.
Nach Informationen der "Märkischen Allgemeinen" sollen beide Tatverdächtigen estnische Staatsbürger sein.
Aufnahmen einer Überwachungskamera sollen zeigen, wie der Tatverdächtige mehrfach auf den Mitarbeiter einschlägt und -tritt. Dabei soll er insbesondere den Kopf des Mannes attackiert haben. Das Opfer ging demnach zu Boden und verlor zwischenzeitlich das Bewusstsein.
Der Mitarbeiter habe offenbar mehrfach versucht, sich in Sicherheit zu bringen. Dennoch soll der Angreifer weiter auf ihn eingeschlagen haben.
Erst nach mehreren Minuten griffen weitere Passagiere ein und überwältigten den Mann.
Flughafen-Mitarbeiter schwer verletzt
Der verletzte Beschäftigte musste anschließend vom Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht werden.
Eine Sprecherin des Flughafens bestätigte gegenüber der "Bild" den Vorfall und erklärte, man sei "sehr betroffen" und wünsche dem Mitarbeiter eine schnelle Genesung.
Zum Gesundheitszustand des Mannes machte der Flughafen aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine Angaben.
Kollegen des Opfers berichteten der Zeitung allerdings, dass der Mitarbeiter noch in derselben Nacht operiert worden sein soll. Demnach habe aufgrund einer möglichen Verletzung der Augenhöhle sogar die Sorge bestanden, dass er sein Augenlicht verlieren könnte. Ob diese Angaben zutreffen, ist offiziell nicht bestätigt.
Die zuständige Staatsanwaltschaft in Cottbus äußerte sich zunächst nicht zu möglichen Haftmaßnahmen oder dem Stand der Ermittlungen.