Berlin - Viele Pendler müssen für Bus- und Bahnfahrten im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) im kommenden Jahr erneut mehr zahlen - allerdings fallen die Preiserhöhungen mancherorts moderater aus als in den vergangenen Jahren.
Mehrere große Verkehrsverbünde haben bereits Preissteigerungen angekündigt. Das betrifft etwa die Metropolregionen Berlin, München oder das Ruhrgebiet. Auch das Deutschlandticket - ein bundesweit gültiges ÖPNV-Monatsabo - wird teurer.
Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) etwa erhöht die Fahrpreise zum kommenden Jahr im Schnitt um 3,72 Prozent. Der Preis fürs Einzelticket ändert sich nicht und bleibt bei vier Euro für den Stadtbereich.
Deutlich teurer wird dafür das Vier-Fahrten-Ticket: Der Preis soll um 80 Cent auf 13,20 Euro steigen. Bislang zahlt man in der Hauptstadt 12,40 Euro.
Als Grund für die steigenden Preise nennen die Verbünde erneut vor allem die gestiegenen Kosten. Die wirtschaftliche Lage bleibe angespannt, teilte etwa der VRR mit. "Steigende Personal-, Energie- und Sachkosten erhöhen den Finanzierungsbedarf im Nahverkehr erheblich."
Im Vergleich zu den Vorjahren halten sich die Preissteigerungen zumindest bei einigen Verbünden aber in Grenzen. Beim VBB, dem größten deutschen Verkehrsverbund, stiegen die Preise zum Januar dieses Jahres im Schnitt um 6 Prozent und damit deutlich stärker als die jüngst verkündeten Erhöhungen für 2027.
Deutschlandticket kostet nächstes Jahr 66,80 Euro
Auch beim HVV in Hamburg fallen die Erhöhungen zum Januar deutlich moderater aus als in diesem Jahr. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund wiederum hat sogar angekündigt, die Preise zu Beginn des kommenden Jahres gar nicht anzupassen.
Teurer wird auch das sogenannte Deutschlandticket. Dabei handelt es sich um ein bundesweit gültiges ÖPNV-Abo. Der Monatspreis steigt zum Januar von derzeit 63 Euro auf dann 66,80 Euro.