Brennende SUVs, kaputte Fenster, Bengalos: Linksradikale randalieren in Kreuzberg

Berlin - Eine Gruppe von Linksradikalen hat in Berlin-Kreuzberg in der Nacht zum Samstag den 1. Mai vorgezogen und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Anwohner zeigten sich fassungslos.

In der Nacht gingen in Kreuzberg vor allem höherpreisige Autos in Flammen auf.
In der Nacht gingen in Kreuzberg vor allem höherpreisige Autos in Flammen auf.  © Morris Pudwell

Laut Zeugenaussagen zog eine Meute von geschätzt mehr als 30 Personen gegen Mitternacht randalierend von der Seydelstraße bis zur Neuen Grünstraße.

Dabei zündeten die mutmaßlichen Linksradikalen Bengalos und warfen die Scheiben von Gebäuden und Autos mit Pflastersteinen ein, mindestens zwei Fahrzeuge gingen in Flammen auf.

Ein ladendes Mietfahrzeug konnten Beamte der Berliner Polizei selbst löschen, die Feuerwehr erledigte die Nachlöscharbeiten. Während ein Bengalo unter einem Kleintransporter von selbst erlosch, bevor der Wagen in Brand geriet, konnte die Polizei einen geparkten Kombi nicht mehr retten.

Berlin: Razzia in Neuköllner Moschee: Polizei stürmt Gebäude
Berlin Crime Razzia in Neuköllner Moschee: Polizei stürmt Gebäude

Die Liste der entstandenen Sachbeschädigungen ist lang: So wurde ein Jobcenter mit roter Farbe beschmiert. Weit mehr als 20 Fensterscheiben von verschiedenen Gewerbetreibenden wurden mit Steinen eingeworfen und insgesamt wurden mehr als 18 Autos beschädigt.

An den Wänden waren Parolen zu lesen wie: "Kampf der Inflation", "Raus zum 1. Mai" und "Bonzen jagen". Eine Anwohnerin zeigte sich angesichts der Gewalt fassungslos. "Das sind Parolen von gescheiterten Existenzen", sagte die Frau einem Reporter vor Ort.

Laut Polizei-Informationen wurden zwei Tatverdächtige im Alter von 17 und 21 Jahren festgenommen.

Auch ein Jobcenter wurde Ziel der Attacken und mit Farbe beschmiert.
Auch ein Jobcenter wurde Ziel der Attacken und mit Farbe beschmiert.  © Morris Pudwell

Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

Titelfoto: Morris Pudwell

Mehr zum Thema Berlin Crime: