Nach Messer-Streit: Mann vor Polizeiwache aus Auto beschossen

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Von Violetta Heise, Matthias Kuhnert

Berlin - Sonntagnacht wurde ein Mann aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug vor einer Polizeiwache in Berlin angeschossen. Der Fall steht nach Polizeiangaben im Zusammenhang mit einer Messerattacke, die sich kurz zuvor mit den Beteiligten in Wedding abgespielt hatte.

Die Berliner Polizei am Tatort.
Die Berliner Polizei am Tatort.  © X/Polizei Berlin

Der 22-Jährige erlitt eine Schussverletzung am Bein und wurde im Krankenhaus operiert, wie die Polizei mitteilte. Er werde stationär behandelt, lebensbedrohlich verletzt worden sei er nicht.

Laut Polizei handelt es sich bei dem Angeschossenen um einen der Beteiligten der Auseinandersetzung vor einem Restaurant in der Torfstraße, bei der ein 16-Jähriger durch einen Messerstich verletzt wurde.

Die drei Tatverdächtige wurden vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen und anschließend wieder entlassen.

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Nach ihrer Entlassung wurden die Drei auf dem Gehweg der Perleberger Straße, unmittelbar gegenüber einer Polizeiwache, aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug heraus beschossen. Dabei wurde der 22-Jährige getroffen.

Wer auf den Mann schoss und warum, ist bislang unklar. Hinweise auf einen Tatverdächtigen gibt es nach Polizeiangaben noch nicht. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die Schusswaffengewalt in Berlin hat sich in den vergangenen Jahren drastisch verschärft. Erst am Donnerstagabend wurde in Steglitz auf einen 17-Jährigen geschossen, der dabei lebensgefährlich verletzt wurde.

Im Jahr 2025 registrierte die Berliner Polizei 1119 Fälle von Schusswaffengebrauch. Dazu zählen auch Drohungen ohne einen tatsächlichen Schuss. Die Täter stammen nach Erkenntnissen der Polizei oft aus Kreisen der türkischen Mafia, die in mehreren Ländern Inhaber von Geschäften und Restaurants bedroht und erpresst.

Erstmeldung um 8.40 Uhr, aktualisiert um 17.46 Uhr

Titelfoto: X/Polizei Berlin

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