Nach Schuss auf Ladendiebin (14) am Berliner Hauptbahnhof: Hat der Polizist richtig gehandelt?

Berlin - Nachdem ein Polizist in Berlin eine jugendliche mutmaßliche Ladendiebin angeschossen hat, ermittelt die Kriminalpolizei weiterhin zur Schuldfrage und zum Ablauf des Geschehens.

Laut Polizei wurde die Jugendliche an der Hand oder am Arm leicht getroffen und verletzt.
Laut Polizei wurde die Jugendliche an der Hand oder am Arm leicht getroffen und verletzt.  © Dominik Totaro/-/dpa

Im Zentrum steht dabei die Frage, ob das Abfeuern des Schusses am Samstag in einem Geschäft im Hauptbahnhof auf die 14-jährige Verdächtige rechtmäßig und verhältnismäßig war.

Bei den Ermittlungen einer Mordkommission der Berliner Kriminalpolizei wurden inzwischen auch Videoaufnahmen aus der Filiale der Drogeriekette und aus dem Bahnhof sichergestellt, sagte ein Polizeisprecher.

Der Vorfall ereignete sich allerdings in einem Nebenraum des Geschäfts, wo vermutlich keine Kameras liefen. Allerdings sollten auch Zeugen befragt werden.

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Auf die Jugendliche geschossen hatte ein Bundespolizist. Polizisten wollten die mutmaßliche Diebin festnehmen, die von einem Ladendetektiv festgehalten wurde.

Sie soll nach Angaben der Bundespolizei ein Messer dabei gehabt und auf die Polizisten losgegangen sein. Die Einsatzkräfte setzten demnach Reizgas ein, ein Polizist habe geschossen. Laut Polizei wurde die Jugendliche an der Hand oder am Arm leicht getroffen und verletzt.

In solchen Fällen werden die Ermittlungen gegen den Polizisten, der schoss, von einer Mordkommission des Landeskriminalamtes übernommen.

Titelfoto: Dominik Totaro/-/dpa

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