Rentner wird misstrauisch bei angeblichem Stromableser: Als Sohn kommt, eskaliert es
Berlin - Ein Mann hat sich in Berlin-Mitte als Stromzählerableser ausgegeben und anschließend Schränke in der Wohnung eines 86-Jährigen geöffnet. Als dessen Sohn kommt, eskaliert die Situation.
Wie die Polizei mitteilte, verschaffte sich der bislang unbekannter Mann gegen 10.40 Uhr Zugang zur Wohnung Rentners in der Singerstraße.
Der Tatverdächtige soll sich dabei als Mitarbeiter zur Ablesung des Stromzählers ausgegeben haben. In der Wohnung habe er anschließend mehrere Schränke geöffnet, hieß es weiter.
Der 86-Jährige wurde daraufhin offenbar misstrauisch und informierte seinen Sohn über den Vorfall.
Wenig später stand der 50-jährige Sohn gemeinsam mit einer Nachbarin (58) in der Wohnung. Der Sohn stellte den mutmaßlichen Trickdieb zunächst zur Rede, dann kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung.
Dabei soll der Tatverdächtige dem 50-Jährigen ins Gesicht geschlagen haben. Anschließend flüchtete der Unbekannte aus der Wohnung. Nach Angaben der Polizei nahm er kein Diebesgut mit.
Der Sohn des 86-Jährigen erlitt Schürfwunden am Arm und Rötungen im Gesicht. Eine ärztliche Behandlung lehnte der Mann ab. Ein Fachkommissariat des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
