Rüstige Rentnerin (83) wehrt sich gegen Teenager-Räuber: "Geht nach Hause zu Mama!"

Potsdam - Bei ihrem Raubzug durch die Westliche Vorstadt in Potsdam fanden zwei Jugendliche in einer 83-Jährigen ihren Endgegner. Denn mit der Rentnerin war nicht zu spaßen.

In Potsdam hat sich eine 83-jährige Seniorin erfolgreich gegen zwei Teenager zur Wehr gesetzt. (Symbolbild)
In Potsdam hat sich eine 83-jährige Seniorin erfolgreich gegen zwei Teenager zur Wehr gesetzt. (Symbolbild)  © Carsten Rehder/dpa, Patrick Pleul/dpa (Bildmontage)

Zunächst hatten sich die 16-Jährigen allerdings einen Zwölfjährigen als Opfer ausgeguckt.

Wie die Polizei mitteilte, hielten die Nachwuchs-Kriminellen den Jungen, der mit seinem Rad unterwegs war, an der Zeppelinstraße an.

Dabei fragte einer der Räuber nach der Uhrzeit, während der andere zeitgleich ein Messer hervorzog und den Minderjährigen mit den Worten "Gib mir alles, was du hast" bedrohte. Die Beute blieb eher mager: Neben dem mitgeführten Essen hatte der Junge nur ein wenig Kleingeld dabei.

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Das Diebes-Duo startete also einen neuen Versuch und bedrohte wenig später mit der gleichen Masche eine ältere Dame. Doch dieses Mal hatten sich die Teenager-Räuber die Falsche ausgesucht! Die 83-Jährige ließ sich weder von der Drohung noch von dem gezückten Messer beeindrucken.

Stattdessen forderte die Seniorin die Jugendlichen auf, lieber nach Hause zu ihrer Mutter zu gehen. Ob die Gauner dieser Forderung nachgingen, ist nicht bekannt, allerdings ließen sie ihre Pläne fallen und zogen ab.

Einer der Tatverdächtigen hatte dabei doppelt Pech: Noch während die Polizei die Anzeige des geschädigten Zwölfjährigen aufnahm, spazierte der 16-Jährige erneut die Zeppelinstraße entlang - und wurde gleich von den Beamten gestellt.

In der Tasche des Delinquenten fand die Polizei dann auch das beim Raub zum Einsatz gekommene Messer. Später wurde der Jugendliche seinen Eltern übergeben. Der mutmaßliche Täter muss sich nun wegen schwerer räuberischer Erpressung verantworten.

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa, Patrick Pleul/dpa (Bildmontage)

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