Sie gaben sich als Handwerker aus und bestahlen Rentner: Bande von Trickdieben festgenommen
Berlin - Sie sollen sich als Handwerker ausgegeben und ältere Menschen in ihren Wohnungen bestohlen haben: Die Polizei ist in Berlin nach monatelangen Ermittlungen gegen eine mutmaßliche Bande von Trickdieben vorgegangen.
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft seien am Dienstag fünf Durchsuchungsbeschlüsse im Berliner Stadtgebiet vollstreckt worden, teilte die Polizei am Freitag mit.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht demnach ein 22-Jähriger. Er soll zwischen Januar und August 2026 gemeinsam mit wechselnden Komplizen zahlreiche Trickdiebstähle in Wohnungen begangen haben.
Am Tag der Durchsuchungen beobachteten Zivilfahnder gegen 14.30 Uhr zwei Männer im Alter von 22 und 23 Jahren, die in die Wohnung einer 83-Jährigen an der Straße Prenzlauer Berg gelangten. Dort gaben sie vor, wegen eines angeblichen Wasserschadens gekommen zu sein.
Während die beiden Männer in der Wohnung waren, soll ein 25-jähriger Komplize in einem Fluchtwagen vor dem Mehrfamilienhaus gewartet haben. Die beiden Tatverdächtigen verließen die Wohnung schließlich ohne Beute. Anschließend fuhren alle drei gemeinsam zu einem Schmuckgeschäft an der Kantstraße in Charlottenburg.
Beweismittel in Berliner Wohnung sichergestellt
Dort nahmen Polizeikräfte die Männer fest und beschlagnahmten das Auto. Bei den anschließenden Durchsuchungen, unter anderem in der Wohnung des 22-jährigen Hauptbeschuldigten in Marzahn, stellten die Ermittler zahlreiche Beweismittel sicher. Darunter befanden sich unter anderem Schmuckstücke und Münzen.
Für den 22-Jährigen hatte der Einsatz weitere Konsequenzen. Gegen ihn lag bereits ein Haftbefehl vor. Eine Ermittlungsrichterin setzte diesen nach seiner Vorführung in Vollzug.
Die beiden 23 und 25 Jahre alten Tatverdächtigen kamen nach den erkennungsdienstlichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen dauern an.
Titelfoto: Jens Kalaene/dpa
