Vandalismus-Serie in Berlin: Ärger um Wahlplakate und Parteistände
Berlin - Im Zusammenhang mit der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus hat die Polizei innerhalb weniger Stunden mehrere mutmaßlich politisch motivierte Straftaten registriert.
Neben mehreren beschädigten und angezündeten Wahlplakaten zwischen Samstagvormittag und Sonntagmorgen wurden auch eine Beleidigung sowie ein Übergriff auf eine Parteimitarbeiterin angezeigt, wie die Behörde am Sonntag mitteilte.
In allen Fällen ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts.
Im Prenzlauer Berg soll ein 57-Jähriger am Vormittag einen 29 Jahre alten Mitarbeiter einer Partei an einem Infostand an der Schönhauser Allee beleidigt haben.
Zudem gab eine 44-jährige Parteimitarbeiterin an, ein 41-Jähriger habe sie am Arm festgehalten und Informationsmaterial in ihrer Hand zerrissen. Die Beteiligten wurden nach Feststellung ihrer Personalien entlassen.
In Zehlendorf soll ein 54 Jahre alter Mann am Nachmittag ein Wahlplakat von einem Lichtmast an der Onkel-Tom-Straße gerissen haben. Nach Polizeiangaben ergab ein Atemalkoholtest bei ihm rund zwei Promille. In Köpenick fanden Einsatzkräfte wenig später ein zerschnittenes Wahlplakat an der Müggelheimer Straße.
NS-Symbol auf Wahlplakat in Charlottenburg, Wahlplakate brennen in Reinickendorf
In Charlottenburg wurde am Abend ein Wahlplakat an der Uhlandstraße mit einem nationalsozialistischen Symbol beschmiert.
Zudem sei die darauf abgebildete Person verunstaltet worden. Die Polizei dokumentierte die Beschädigung und entfernte das Plakat.
In Reinickendorf brannten in der Nacht mehrere Wahlplakate. Gegen 1 Uhr stand an der Kreuzung Klemkestraße/Straße vor Schönholz ein Plakat in Flammen.
Dabei wurde auch ein Lichtmast beschädigt, blieb nach Polizeiangaben aber funktionsfähig. Gegen 4.50 Uhr wurden an der Klemkestraße/Sommerstraße zwei weitere brennende Wahlplakate entdeckt.
Ein Zeuge löschte sie, nachdem sie von den Masten gefallen waren.
Titelfoto: Jens Kalaene/dpa

