Berlin - In Berlin-Charlottenburg haben Aktivisten des sogenannten "Widerstands-Kollektivs" in der Nacht zu Mittwoch bei zahlreichen SUVs die Luft aus den Reifen gelassen.
Die Polizei Berlin bestätigte die Vorfälle gegenüber TAG24. Wie viele Fahrzeuge tatsächlich betroffen sind, ist bislang unklar.
In einer Pressemitteilung mit dem Titel "Stillgelegt. Diese Karre ist zu fett!" erklärte das Kollektiv, bei rund 20 SUVs Hand angelegt zu haben. Dafür sollen die Aktivisten kleine Linsen in die Reifenventile gedreht haben, sodass die Luft aus den Reifen entwich.
An den betroffenen Fahrzeugen hinterließen sie zudem Informationszettel, auf denen die Aufschrift "Stillgelegt" prangt.
Als Grund für die Aktion nennt das Kollektiv die Hitzewellen und Waldbrände der vergangenen Wochen. "SUVs gießen Öl ins Feuer der Klimakatastrophe, deshalb müssen sie stillgelegt werden", erklärt die Gruppe.
Die Aktivisten kritisieren außerdem den Platzbedarf großer Fahrzeuge in Berlin. Parkflächen sollten ihrer Ansicht nach entsiegelt und beispielsweise mit Bäumen bepflanzt werden. Das würde in heißen Sommermonaten für mehr Schatten sorgen und die Straßen abkühlen.
Die Polizeidirektion 2 in Charlottenburg-Wilmersdorf prüft die Fälle weiterhin. Nach Angaben des Polizeisprechers sollen auch Aktivitäten des Kollektivs auf der linksradikalen Plattform "Indymedia" Gegenstand der Ermittlungen sein.
Das "Widerstands-Kollektiv" versteht sich nach eigenen Angaben als Nachfolgeprojekt der "Letzten Generation" und kündigt weitere Aktionen an.