Berlin - Rund um das Kottbusser Tor soll es sauberer werden. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat deshalb am Dienstag eine Sonderreinigung gestartet.
Die Gegend rund um den Berliner U-Bahnhof Kottbusser Tor gilt als einer der schmutzigsten Orte der Stadt. Deshalb wird dort seit Dienstag ordentlich sauber gemacht.
Finanziert wird die Aktion aus sogenannten City-Tax-Mitteln – also aus der Übernachtungssteuer, die Touristen bei einem Aufenthalt in Berliner Hotels zahlen.
Für Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann (41, Grüne) ist die Sonderreinigung ein wichtiger Schritt.
"Ein hochfrequentierter Hotspot wie das Kottbusser Tor braucht Reinigungsfrequenzen, die sich dem tatsächlichen Nutzungsdruck anpassen", erklärt sie.
Einmal putzen reicht nicht
Doch eine einmalige Putzaktion dürfte kaum reichen, um das Kottbusser Tor dauerhaft sauber zu halten. Der Bezirk betont deshalb, dass es kontinuierliche Maßnahmen und ein gemeinsames Verantwortungsgefühl braucht. Neben dem Bezirk und der Berliner Stadtreinigung (BSR) seien auch Wohnungsunternehmen, Gewerbetreibende und weitere Akteure vor Ort gefragt.
Herrmann fordert zudem flexiblere Reinigungsstrukturen für besonders belebte Orte. Die zusätzlichen Kosten sollten ihrer Ansicht nach nicht bei den Anwohnern hängen bleiben. Stattdessen bringt sie eine Finanzierung über zusätzliche Einnahmen, etwa durch eine Verpackungssteuer, ins Spiel.
Die aktuelle Sonderreinigung knüpft an das Projekt "Kotti räumt auf" an. Bereits seit 2025 laufen rund um das Kottbusser Tor verschiedene Aktionen, die für mehr Sauberkeit, Ressourcenschonung und eine höhere Aufenthaltsqualität sorgen sollen.
Doch der Bezirk will noch mehr: Gemeinsam mit den zuständigen Stellen soll geprüft werden, wie die Reinigung des öffentlichen Raums künftig stärker am tatsächlichen Nutzungs- und Verschmutzungsdruck ausgerichtet werden kann.
Dort, wo besonders viel los ist und entsprechend viel Müll anfällt, soll künftig also auch gezielter und häufiger gereinigt werden.