Ermittlungen wegen Bestechlichkeit: SPD-Spitzenkandidat Krach bezeichnet Vorwürfe als "haltlos"

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Von Leonard Fischer, Thomas Struk

Hannover/Berlin - Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach (47). Im Raum steht der Verdacht der Bestechlichkeit.

Kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus kommen die Ermittlungen für SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach (47) zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus kommen die Ermittlungen für SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach (47) zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.  © Jens Kalaene/dpa

Eineinhalb Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat die Staatsanwaltschaft Hannover Ermittlungen gegen Steffen Krach aufgenommen. In diesem Zusammenhang seien drei Objekte in Hannover und Berlin durchsucht worden, sagte eine Sprecherin der Behörde der Deutschen Presse-Agentur.

Krach hat die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Hannover als "absolut haltlos" bezeichnet. "Ich habe nichts zu verbergen", sagte er dem Rundfunk Berlin-Brandenburg. Er wolle mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten. "Ich will da absolute Transparenz und ich bin da ganz entspannt."

Von den Ermittlungen habe er am Morgen erfahren, er kenne aber keine Details. "Was die Staatsanwaltschaft wissen möchte, werde ich ihnen sagen – dann müssen die mir aber auch sagen: Was sind die Vorwürfe? Was steht im Raum?", sagte er dem Sender.

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Die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht zu den konkreten Vorwürfen und verwies auf ermittlungstaktische Gründe.

Nach Informationen, die dem "Tagesspiegel" vorliegen, soll Krach noch in Hannover von einem Träger im Gesundheitswesen möglicherweise eine Spende erhalten haben. Im Gegenzug soll er sich für den Träger in einem Bieterverfahren eingesetzt haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

In Berlin sollen inzwischen Krachs Wohnung in Schöneberg sowie die SPD-Landesparteizentrale in Wedding durchsucht worden sein. Auch seine Büroräume in Hannover waren von den Ermittlern betroffen.

Krach seit Sommer 2025 als Spitzenkandidat im Rennen

Steffen Krach auf Wahlkampftour durch Berlin.
Steffen Krach auf Wahlkampftour durch Berlin.  © Fabian Sommer/dpa

Krach folgte im vergangenen Sommer dem Ruf der Berliner SPD, um die Spitzenkandidatur für die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September zu übernehmen. Im Jahr 2021 war er zum Präsidenten der Region Hannover gewählt worden.

Inzwischen hat Krach gemeinsam mit Bettina König, die für die SPD im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt, auch den Landesparteivorsitz übernommen.

Krach kennt den Politikbetrieb in der Hauptstadt schon länger. Von 2014 und 2021 war er Staatssekretär für Wissenschaft in der Stadt, in die er 2002 zum Studium kam.

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Anschließend arbeitete der Diplom-Politologe in der Verwaltung und in der SPD-Bundestagsfraktion.

Erstmeldung am 9. September um 16.08 Uhr. Zuletzt aktualisiert um 18.46 Uhr.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa

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