Berlin - GIG - Gas geben ist geil! Weniger schön ist allerdings, wie die Spritztour von Internetphänomen und Gastro-König Rene "Redo" Dost (57) aus dem Ruder lief.
Der exzentrische Brandenburger rief seine Community dazu auf, am Sonntag zum Ku'damm in die Berliner City-West zu kommen. Dort wollte er mit seinen Lamborghini ein wenig cruisen. Alles live bei Twitch.
Doch mit so einer Resonanz hat der Social-Media-Star wohl auch nicht gerechnet. Zahlreiche Kinder und Jugendliche folgten seinem Aufruf. Sie belagerten den 57-Jährigen regelrecht, drängten auf die Straße. Ein Durchkommen mit der Protz-Karre auf der Tauentzienstraße und Co. war kaum möglich.
Im Getümmel muss es dann passiert sein: Redo soll einem Mädchen über den Fuß gefahren sein.
Der Kult-Gastronom bat selbst gerade die Polizei um Hilfe, als ein Polizist ihm die Situation erklärte: "Sie sind gerade einem Mädchen über den Fuß gefahren. Die ist jetzt verletzt. Das bedeutet, wir müssen jetzt einen Verkehrsunfall aufnehmen", so der Beamte. "Sie sind Betroffener einer Straftat, das ist eine fahrlässige Körperverletzung."
Dost zeigte sich geschockt und überrascht: "Das habe ich gar nicht mitbekommen."
Rene Redo schließt Wiederholung aus und bedankt sich bei der Polizei
Bei seinem schnellen Gefährt handelt es sich übrigens um einen Lamborghini Revuelto. Der italienische Supersportwagen bringt laut Hersteller 1065 PS Systemleistung auf die Straße und schafft bis zu 350 km/h. Der Preis: 800.000 Euro.
Eigenen Angaben zufolge fährt der "Redo XXL"-Gründer aber selbst nur ziemlich selten mit seinem Lamborghini. Der Grund: die Arbeit. "Wenn ich beruflich unterwegs bin und mehr Stauraum brauche, greife ich deshalb meistens doch zur V Klasse", schreibt er bei Instagram.
Umso ärgerlicher, dass die Spritztour solch ein Ende nahm. Er konnte die Fahrt zwar fortsetzen, zog am Abend aber ein ernüchterndes Fazit. "Die Situation ist komplett eskaliert. Gott sei Dank war die Berliner Polizei an meiner Seite", erklärte der Gastronom.
Eine solche Aktion werde es künftig nicht noch einmal geben. "So etwas wird es auf jeden Fall nie wieder geben. Es war auch nicht meine Absicht, dass es so wird", stellte Dost klar.