Gegen Kürzungen: Studenten blockieren FU Berlin
Von Mia Bucher
Berlin - Vor dem Otto-Suhr-Institut der Freien Universität (FU) Berlin gibt es eine Blockade. Die FU bestätigte diese im Außenbereich vor dem Institut für Politikwissenschaften.
Die Blockade sei Ausdruck des Protests gegen Kürzungen im Bildungsbereich und offenbar Teil einer bundesweiten Mobilisierung, in deren Rahmen in anderen Städten ähnliche Protestaktionen stattfinden. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" berichtet.
"Die Freie Universität Berlin respektiert das Recht auf friedlichen Protest, solange dieser gewaltfrei bleibt", teilte die FU weiter mit. Man beobachte die Situation aufmerksam.
Um den Lehrbetrieb aufrechtzuerhalten, seien alle Lehrenden aufgerufen, ihre Veranstaltungen heute digital durchzuführen.
Das Aktionskomitee der Initiative "Gen Z regelt" der FU veröffentlichte eine Stellungnahme zu der Aktion auf der Plattform Instagram.
Gegen Wehrpflicht und Aufrüstung
Die Beteiligten fordern, Kürzungen an den Hochschulen rückgängig zu machen. Gleichzeitig fließe Geld in "Milliardenhöhe" in die Aufrüstung, das eigentlich dringend für Ausbildung und Studium gebraucht werde.
"Der TU fallen die Gebäude auseinander und uns an der FU werden nun bald die letzten Reste kritischer Lehre ersatzlos gestrichen." Das wollen die Studierenden nicht weiter hinnehmen.
Sie sprechen sich außerdem gegen Militarisierung und Aufrüstung, gegen die Einführung einer Wehrpflicht und gegen die Komplizenschaft mit Kriegsverbrechen aus. Sie rufen zur Teilnahme am bundesweiten Protest am 31. Oktober auf.
Für die Streikblockade sei das Otto-Suhr-Institut gewählt worden, weil dort insbesondere das Politikstudium den Angaben der Verfasser nach "massiven Schaden" erleiden werde. So würden unter anderem Stellen von beliebten Mitarbeitern gestrichen.
Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa

