Illegale Einreisen nach Berlin: Fast 50 Prozent weniger Fälle
Berlin - Die Zahl der von der Bundespolizei festgestellten unerlaubten Einreisen nach Berlin ist 2026 deutlich gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein Rückgang von fast der Hälfte.
Von Januar bis August wurden 1958 Fälle registriert - rund 49 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2025 (3815). Das geht aus aktuellen Zahlen der Bundespolizei hervor.
Auch der Vergleich mit den Vorjahren zeigt den Rückgang: Bis Ende August 2024 waren noch 7431 Fälle festgestellt worden, 2023 sogar 8197.
2026 lag die Zahl bislang in jedem Monat unter dem jeweiligen Vorjahreswert - der Rückgang zieht sich damit durch das gesamte Jahr.
Auf Jahressicht gingen die Fallzahlen ebenfalls deutlich zurück: 2023 registrierte die Bundespolizei Berlin insgesamt 15.075 unerlaubte Einreisen, 2024 waren es 9804 und 2025 noch 5231.
Die Zahlen beziehen sich auf Feststellungen der Bundespolizei und entsprechen daher nicht zwangsläufig der tatsächlichen Gesamtzahl aller unerlaubten Einreisen. Nachmeldungen und Qualitätssicherungen können die Werte noch geringfügig verändern.
Bislang wurden 2026 zudem 2279 Personen an der Grenze oder im Zusammenhang mit einem illegalen Grenzübertritt zurückgewiesen oder zurückgeschoben. Eine solche Zurückweisung bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass eine strafrechtlich relevante unerlaubte Einreise vorlag.
Titelfoto: Patrick Pleul/dpa
