Aggressivität im Straßenverkehr nimmt zu

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Von Matthias Arnold

Berlin - Drängeln, ausbremsen, schimpfen: Die Aggressivität im Straßenverkehr hat in den vergangenen Jahren einer Langzeitstudie zufolge weiter zugenommen.

Laut der Studie legen nicht nur Auto-, sondern auch Radfahrer ein aggressiveres Verhalten an den Tag. (Symbolfoto)
Laut der Studie legen nicht nur Auto-, sondern auch Radfahrer ein aggressiveres Verhalten an den Tag. (Symbolfoto)  © Britta Pedersen/dpa

"Nahezu alle 23 ermittelten Werte für aggressives Verhalten haben sich seit der letzten Studie 2023 nochmal weiter verschlechtert, einige sogar deutlich", teilte Kirstin Zeidler, Leiterin der Unfallforschung der Versicherer (UDV) im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), in Berlin mit.

Immer mehr Autofahrer räumten demnach in der Umfrage des Verbands eigenes Fehlverhalten ein. Der Anteil derjenigen, die mitunter drängeln, stieg den Angaben zufolge von 36 Prozent bei der vorigen Erhebung 2023 auf 47 Prozent in diesem Jahr.

Ein knappes Drittel schere nach dem Überholen schon mal so dicht ein, dass der andere bremsen müsse. 2023 war es noch ein knappes Viertel gewesen.

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Auch bei den Radfahrern deutet die Umfrage auf ein zunehmend aggressives Verkehrsverhalten hin. 43 Prozent von ihnen erzwingen demnach hin und wieder die Vorfahrt - nach 28 Prozent bei der Umfrage aus dem Jahr 2023.

UDV fordert mehr Kontrollen und härtere Strafen

Die UDV spricht sich unter anderem für schärfere Kontrollen und Sanktionen für Fehlverhalten im Straßenverkehr aus. Polizeikontrollen erlebten viele Verkehrsteilnehmer de facto selten. "Aus UDV-Sicht sind Verkehrsplanende, Verkehrspsychologen und -psychologinnen gefordert, Konzepte gegen aggressives Verhalten im immer dichter werdenden Verkehr zu entwickeln", hieß es weiter.

Für die Umfrage wurden zwischen März und April 2026 mehr als 2000 Personen ab 18 Jahren online befragt.

Titelfoto: Britta Pedersen/dpa

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