Neue Details im Fall Koçak: Familie von Linken-Politiker soll in Remmo-Haus gewohnt haben

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Berlin - Die Debatte um die Kontakte des Berliner Linken-Bundestagsabgeordneten Ferat Koçak (47) zum Remmo-Clan bekommt eine neue Wendung. Verwandte des Politikers sollen jahrelang in einem Haus in Neukölln gewohnt haben, das dem Umfeld der Großfamilie zugerechnet wird.

Nach dem Bekanntwerden seiner Chatkontakte mit Firas Remmo räumte Koçak Fehler ein und gab seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestags ab. (Archivfoto)
Nach dem Bekanntwerden seiner Chatkontakte mit Firas Remmo räumte Koçak Fehler ein und gab seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestags ab. (Archivfoto)  © Elisa Schu/dpa

Demnach geht es um eine Immobilie in der Wildenbruchstraße. Nach Recherchen der "Bild" sollen Ermittlungsakten der Berliner Staatsanwaltschaft belegen, dass Angehörige Koçaks als Mieter in dem Mehrfamilienhaus lebten. Ab 2016 sollen sie dort zudem eine Gastronomie betrieben haben.

Die Immobilie geriet bereits 2018 ins Visier der Ermittler und wurde später beschlagnahmt. Nach "Bild"-Angaben soll das Haus zuvor zwischen 2011 und 2013 von zwei Frauen erworben worden sein.

Ermittler vermuteten demnach, dass diese lediglich als formelle Eigentümerinnen auftraten und wirtschaftlich das Remmo-Umfeld hinter dem Erwerb stand. Als mutmaßlich wirtschaftlich Berechtigter wird Walid Remmo genannt.

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2019 wurden an der Fassade des Hauses Hakenkreuze und SS-Runen angebracht. Koçak hatte damals einen rechtsextremen Hintergrund vermutet und den Vorfall mit Angriffen auf seine Familie in Verbindung gebracht. 2020 sollen seine Verwandten aus dem Gebäude ausgezogen sein.

2021 war die Immobilie laut der Berichterstattung zudem Teil einer größeren Razzia im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Drogen- und Waffenhandels. Ob Koçak selbst wusste, wem das Haus gehörte, bleibt offen.

Titelfoto: Elisa Schu/dpa

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