Hacker-Ultimatum für Lösegeld abgelaufen: Berliner Verwaltung bleibt hart - was geschieht nun?

Von Christoph Dernbach

Berlin - Im Erpressungsfall nach dem massiven Datendiebstahl im Berliner Landesnetz machte die kriminelle Hackergruppe Rhysida ihre Drohung wahr und veröffentlichte sensible Daten im Darknet.

Die Berliner Verwaltung wurde Opfer eines Hacker-Angriffs. (Symbolbild)  © 7aktuell.de | 7aktuell,

Rund eine Stunde nach Ablauf des Ultimatums wurde das rund 5,8 Terabyte große Datenpaket am späten Freitagnachmittag im Darknet veröffentlicht.

Die Erpresser hatten auf ihrer Leak-Site einen Countdown geschaltet, der am Freitag gegen 15.35 Uhr ablief. Gefordert wurde ein Lösegeld von 30 Bitcoin (umgerechnet rund zwei Millionen Euro). Der Berliner Senat hatte vorab bekräftigt, auf derartige Erpressungen grundsätzlich nicht einzugehen und kein Lösegeld zu zahlen. 

Nach dem Verstreichen der Frist wurde auf der Webseite der Erpresser im Darknet die "Auktion" beendet. "Alle Dateien wurden im öffentlich zugänglichen Bereich hochgeladen - viel Spaß beim Stöbern, Datenjäger!", hieß es dort.

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Ein Link führte allerdings zunächst nicht zu den Daten, sondern zu einer Fehlermeldung. Eine Stunde später konnte man dann allerdings den Download der Daten starten. 

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Die von den Angreifern zuvor veröffentlichten Auflistungen und Screenshots deuten auf einen gravierenden Abfluss hochsensibler Daten hin. Demnach behauptet die Gruppierung, rund 1,44 Millionen Dateien erbeutet zu haben. Darunter sollen sich neben mehr als 5000 Personalakten, Bußgeldvorgängen und Gehaltsabrechnungen auch vertrauliche Unterlagen aus Bundesratsausschüssen sowie Schwachstellenanalysen zur Berliner Trinkwasserversorgung befinden.

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