Umfrage zur Berlin-Wahl 2023: CDU hat die Nase vorn, SPD schmiert leicht ab

Berlin - Zehn Tage vor der Wiederholung der Berliner Abgeordnetenhauswahl liegt die CDU in einer ARD-Vorwahlbefragung vor der SPD.

Die CDU mit Spitzenkandidat Kai Wegner (50) liegt in der Umfrage bei 25 Prozent.
Die CDU mit Spitzenkandidat Kai Wegner (50) liegt in der Umfrage bei 25 Prozent.  © Monika Skolimowska/dpa

Wäre bereits am kommenden Sonntag Wahl, käme die CDU auf 25 Prozent und die aktuelle Regierungspartei SPD auf 19 Prozent, wie eine repräsentative Umfrage von infratest dimap im Auftrag der ARD nach einer Mitteilung vom Donnerstag ergab. Bei der Wahl vom 26. September 2021 hatte die CDU 18 Prozent der Stimmen bekommen, die SPD 21,4 Prozent.

Die Grünen würden mit 18 Prozent drittstärkste Kraft, gefolgt von der Linken mit 12 Prozent, der AfD mit 10 Prozent und der FDP mit 6 Prozent.

Die restlichen Parteien kämen zusammen auf zehn Prozent.

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Es handle sich ausdrücklich nicht um eine Prognose, sondern um die politische Stimmung der laufenden Woche, hieß es in der Mitteilung.

Die Sonntagsfrage messe aktuelle Wahlneigungen und nicht das tatsächliche Wahlverhalten. Rückschlüsse auf den Wahlausgang seien nur bedingt möglich.

Viele Wähler legten sich erst kurz vor einer Wahl fest.

Unzufriedenheit mit Berliner Politikern wächst

Die Unzufriedenheit der Berliner mit der Arbeit ihrer Regierung sei im Vergleich zu Mitte Januar leicht gestiegen, ist weiter zu lesen. Demnach seien 67 Prozent der Wahlberechtigten aktuell weniger zufrieden oder unzufrieden.

Aufgrund zahlreicher Pannen ordnete der Berliner Verfassungsgerichtshof eine komplette Neuwahl an, die am 12. Februar stattfindet.

Bei einer Direktwahl läge die amtierende Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (44, SPD) mit 32 Prozent vor, wie weiter aus der Umfrage hervorgeht. 26 Prozent der Berlinerinnen und Berliner wünschen sich hingegen den aktuellen Oppositionsführer Kai Wegner (50, CDU) als Regierungschef.

Aktuell 16 Prozent der Wahlberechtigten würden sich Giffeys derzeitige Stellvertreterin, Umweltsenatorin Bettina Jarasch (50, Grüne), als mächtigste Frau im Lande wünschen. Mit 26 Prozent sei gut jeder Vierte noch unschlüssig oder würde sich für keinen der drei entscheiden, wie die Umfrage weiter ergab.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa

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