Pyro, Parolen, Festnahmen: Polizei muss bei Wehrpflicht-Demo mit Tausenden Teilnehmern eingreifen
Berlin - Bei einer Demonstration gegen die Wehrpflicht mit zeitweise rund 3400 Teilnehmern hat die Berliner Polizei 16 Menschen vorübergehend festgenommen.
Zudem wurden elf Strafanzeigen aufgenommen, wie die Behörde am Samstag mitteilte.
Die Versammlung unter dem Motto "Krieg und Krise frisst dein Leben. Zusammen kämpfen wir dagegen! Schulstreik gegen Wehrpflicht" begann am Freitagvormittag am Rathaus Wedding und zog später zum Gesundbrunnencenter. Nach Polizeiangaben wurden dort vereinzelt palästinensische Flaggen und Transparente gezeigt.
Die Einsatzkräfte gingen zunächst von einem friedlichen Verlauf der Demo mit 2800 Teilnehmern aus, erhöhte sich dann aber zeitweise auf 3400.
Den Angaben zufolge kam es mehrfach zu polizeifeindlichen und teils strafrechtlich relevanten Sprechchören. Zudem wurde Pyrotechnik von einem Gebäude aus abgebrannt.
Der Demonstrationszug musste zwischenzeitlich aus Sicherheitsgründen gestoppt werden. Am Endplatz kamen noch rund 2800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an.
Die Strafanzeigen betreffen unter anderem Beleidigung, Sachbeschädigung und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen. Rund 200 Polizisten waren im Einsatz.
Titelfoto: Sven Kaeuler/dpa
