Ramadan in Berlin: Süßwaren-Boom trotz Fastenzeit

Von Ole Rockrohr

Berlin - Wenn am Donnerstag der Ramadan beginnt, verzichten viele Musliminnen und Muslime in Berlin tagsüber auf Essen und Trinken. Doch ausgerechnet jetzt brummt das Geschäft mit Süßem.

Granatapfel, Rosenblätter, Schokolade, Pistazien und andere Nüsse sind beliebte Zutaten in den Auslagen der Süßwarengeschäfte.  © Soeren Stache/dpa

Im Charlottenburger Geschäft "Hasat Nuts" am Olivaer Platz laufen die Vorbereitungen auf Ramadan und das anschließende Zuckerfest auf Hochtouren.

"Während der Fastenzeit wird man häufig zum Abendessen eingeladen", sagt Filialleiterin Arzu Araee. Zum Fastenbrechen bei Verwandten und Freunden bringe man oft kleine Geschenke mit – häufig etwas Süßes. Die Zeit sei mit die wichtigste Saison des Jahres. "Der Andrang sei nicht so hoch wie Weihnachten, aber annähernd." Entsprechend werden Lager aufgefüllt und mehr Angestellte eingesetzt.

Auch in Neukölln steigt die Nachfrage. Mustafa von der "Palast Konditorei" in der Pannierstraße berichtet:

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"In den ersten Tagen nach Ramadan verkaufen wir knapp doppelt so viel." Besonders beliebt: Süßigkeiten mit Sahne, Baklava und Pistaziengebäck.

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An Ramadan geht es nicht nur ums Fasten, sondern vor allem um Gemeinschaft

Evin Karaaslan, Mitarbeiterin bei Hasat Nuts, zeigt ein Stück Weiße Schokolade-Datteln mit Pistazien und Kadayif (Engelshaar).  © Soeren Stache/dpa

Bei "Hasat Nuts" sind Datteln und Lokum (im Deutschen bekannt als türkischer Honig) gefragt. Abends komme man zusammen, sagt Araee. Es sei eine gemeinschaftliche Zeit. "Es geht nicht nur ums Fasten, es geht um so vieles mehr! Es ist einfach eine schöne Zeit", sagt sie.

Neben dem Verzicht spielt auch Hilfe für Bedürftige eine zentrale Rolle: Gemeinden organisieren Essensausgaben und Spendenaktionen – der Ramadan als Zeit der Gemeinschaft und Nächstenliebe.

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