Sechs Monate Sperrung: Berlin steht vor Bahn-Chaos

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Von Fabian Nitschmann

Berlin - Ab Sonntag wird die Berliner Stadtbahn als zentrale Ost-West-Verbindung für den Regional- und Fernverkehr für sechs Monate gesperrt. Grund sind umfangreiche Bauarbeiten. Der S-Bahnverkehr ist weitgehend nicht betroffen, es kann jedoch voller werden.

Ab Berlin-Charlottenburg bis Ostbahnhof fahren sechs Monate keine Regionalzüge. (Archivfoto)
Ab Berlin-Charlottenburg bis Ostbahnhof fahren sechs Monate keine Regionalzüge. (Archivfoto)  © Annette Riedl/dpa

Die Linien S3, S5, S7, S75 und S9 fahren bis zum 12. Dezember im regulären Takt. Allerdings ist mit deutlich mehr Fahrgästen zu rechnen, da viele auf die S-Bahn ausweichen.

An drei Wochenenden kommt es dennoch zu Sperrungen: Vom 26. bis 29. Juni, 24. bis 27. Juli sowie 31. Juli bis 3. August ist der Abschnitt zwischen Zoologischer Garten und Friedrichstraße jeweils von Freitagabend bis Montagfrüh unterbrochen. Ersatzbusse verkehren zwischen Hauptbahnhof, Zoologischem Garten und Friedrichstraße.

Zwischen Berlin-Charlottenburg und Ostbahnhof fahren bis zum 12. Dezember keine Regionalzüge.

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Der RE1 und RE7 enden beziehungsweise starten in Charlottenburg und am Ostbahnhof. Der RE2 wird über Spandau, Gesundbrunnen und Ostkreuz umgeleitet. Die RB21 fährt von Potsdam über Spandau nach Charlottenburg; ab Oktober wird sie neu geführt.

Auch der RE6 fährt ab Oktober nicht mehr zwischen Hennigsdorf und Charlottenburg. Die RB10 entfällt weitgehend bis Oktober und fährt danach nur noch zwischen Nauen und Rangsdorf.

Der Flughafenexpress bleibt weiterhin in Betrieb

Am und rund um den Berliner Hauptbahnhof wird umfangreich am Streckennetz gebaut. (Symbolfoto)
Am und rund um den Berliner Hauptbahnhof wird umfangreich am Streckennetz gebaut. (Symbolfoto)  © Christophe Gateau/dpa

Der RE4 und die RB14 verkehren zunächst durchgebunden über Spandau, werden ab Oktober jedoch teilweise eingestellt oder gekürzt. Der Flughafenexpress FEX bleibt als wichtige Verbindung zum BER weiterhin in Betrieb.

ICE-Züge Richtung Köln und Düsseldorf fahren über Südkreuz. Eurocity-Züge nach Polen starten und enden in Gesundbrunnen. IC-Züge zwischen Dresden und Rostock werden über Ostkreuz umgeleitet. Auf der Verbindung Berlin–Hamburg entfällt der Halt Spandau.

Ab Oktober verschärfen zusätzliche Bauarbeiten auf der Strecke Berlin–Lehrte die Situation im Fernverkehr weiter.

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Die Bahn erneuert bis Dezember Gleise, Weichen, Schienenbefestigungen und Oberleitungen rund um Hauptbahnhof und Zoologischen Garten.

Am Hauptbahnhof entsteht zudem ein neues Weichentrapez mit vier zusätzlichen Weichen für flexiblere Zugführungen.

Titelfoto: Annette Riedl/dpa

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