Straßen unterspült, Keller geflutet, Strom weg, Gebäude wird geräumt: Rohrbruch trifft 1200 Berliner
Von Denis Zielke, Lukas Dubro
Berlin - Schwere Havarie in Berlin-Siemensstadt: Nach dem Bruch einer großen Trinkwasserleitung sind rund 1200 Anwohner zeitweise ohne Wasser und Strom gewesen.
14 Hauskeller und ein Industriegebäude seien voll Wasser gelaufen, teilte die Feuerwehr mit. Menschen wurden nach bisherigem Stand nicht verletzt.
Prüfstatiker sind dort weiter im Einsatz, um die Sicherheit der betroffenen Gebäude in Augenschein zu nehmen. Für ein Haus im Hefnersteig steht bereits fest, dass die Bewohner dort nicht über Nacht bleiben können, wie ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Abend sagte.
Das fünfstöckige Wohnhaus müsse geräumt werden. Wie viele Menschen davon betroffen seien, sei noch nicht bekannt. Für diejenigen, die nicht bei Freunden oder Verwandten bleiben könnten, wolle der Bezirk für die Möglichkeit sorgen, in einem nahegelegenen Hotel zu übernachten.
Ob noch weitere Gebäude vorerst nicht mehr genutzt werden sollten, sei bisher nicht abzusehen und hänge von den Untersuchungen der Prüfstatiker ab.
Die Feuerwehr war eigenen Angaben zufolge in der Nacht zum Sonntag gegen 2.24 Uhr zum Wernerwerkdamm alarmiert worden. Dort war die große Trinkwasserleitung gebrochen, hieß es.
Wasser stand teilweise bis unter Kellerdecke
Das Absperren gestaltete sich schwierig und dauerte mehrere Stunden. In einigen Gebäuden stand das Wasser teilweise bis unter die Kellerdecke.
Das Wasser unterspülte Gehwege und Hauszugänge. Am Wernerwerkdamm und in Ohmstraße, am Hefnersteig und in der Reisstraße fielen Strom und Wasser aus. Die Bewohner konnten in ihren Wohnungen bleiben.
Die Feuerwehr war am Dienstagnachmittag weiter mit rund 100 Einsatzkräften vor Ort. Der Einsatz ist bislang nicht beendet und wird voraussichtlich bis zum Abend dauern. Es sind nicht alle Keller leergepumpt und eine Gasleitung muss geschlossen werden.
Erstmeldung um 15.40 Uhr, aktualisiert um 20.21 Uhr
Titelfoto: Berliner Feuerwehr
