Wegen Extrem-Niedrigwasser: Jetzt dürfen auch in Berlin und Brandenburg mehr Lastwagen sonntags fahren
Berlin/Potsdam - Wegen des anhaltenden Niedrigwassers lockern Berlin und Brandenburg vorübergehend die Fahrverbote für bestimmte Lastwagen.
Bis einschließlich 31. August gelten Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot sowie vom Samstagsfahrverbot während der Ferien, wie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt am Mittwoch mitteilte.
Die Regelung betrifft Güter, die normalerweise über Binnenschifffahrtsstraßen transportiert werden, wegen der niedrigen Wasserstände derzeit aber nicht oder nur eingeschränkt per Schiff befördert werden können. Auch notwendige Leerfahrten sind von den Fahrverboten ausgenommen.
Betroffen sind Lastwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen und Lkw mit Anhänger.
Großraum- und Schwertransporte fallen nicht unter die Ausnahmeregelung. Das allgemeine Sonn- und Feiertagsfahrverbot bleibt bestehen.
Mit der Maßnahme wollen beide Länder Beeinträchtigungen der Lieferketten verhindern. Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (59, CDU) erklärte, Berlin und Brandenburg reagierten gemeinsam und zeitlich begrenzt auf die Einschränkungen der Binnenschifffahrt.
Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach (63, SPD) verwies darauf, dass Güter kurzfristig verstärkt auf Straße und Schiene verlagert werden müssten.
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