Wie ein riesiges Uhrwerk: So läuft es hinter den Kulissen des Friedrichstadt-Palasts

Berlin - Wenn im Friedrichstadt-Palast das Licht ausgeht und die Show beginnt, sieht das Publikum vor allem eines: Glitzer, beeindruckende Bühnenbilder und perfekt aufeinander abgestimmte Tänzer. Doch bis es so weit ist, arbeiten hinter den Kulissen unzählige Menschen daran, dass am Ende jede Bewegung sitzt.

Jeder Schritt, jedes Scheinwerferlicht und jede Naht am Kostüm sitzt. Dafür arbeiten Dutzende Mitarbeiter hinter den Kulissen des Friedrichstadt-Palasts. (Archivfoto)  © Fabian Sommer/dpa

Die neue Doku "Friedrichstadt-Palast – Die Welt hinter dem Vorhang" zeigt, was dem Publikum normalerweise verborgen bleibt: Wie viele Menschen hinter den Kulissen dafür sorgen, dass im größten Revuetheater Europas jeden Abend eine spektakuläre Show über die Bühne gehen kann.

Tänzer, Musiker, Kostümbildner, Tischler, Schlosser, Stage Management, Gastronomie und viele weitere Bereiche greifen dabei ineinander. Für Garderobenmeisterin Cordula ist der Betrieb im Palast wie ein Uhrwerk: Jedes Rädchen müsse funktionieren, damit am Ende alles läuft. "Hier ist niemand wichtiger. Wir sind ein Team", sagt sie.

Die Mitarbeiter sehen, was ihre Kollegen leisten, helfen sich gegenseitig und arbeiten gemeinsam darauf hin, eine Produktion rechtzeitig auf die Bühne zu bringen. "Die Dankbarkeit innerhalb des Hauses ist mir wichtiger als der Applaus im Zuschauerraum", beschreibt Theaterplastikerin Ruth ihre Verbundenheit mit dem Team.

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Wie viel Präzision hinter der scheinbaren Leichtigkeit auf der Bühne steckt, wird bereits bei den Proben deutlich. Denn wenn nur ein Schuh fehlt oder ein Kostümteil nicht am richtigen Platz liegt, kann das hinter der Bühne schnell zum Problem werden.

Jeder Handgriff muss sitzen, die Kostüme müssen in der richtigen Reihenfolge bereitliegen – schließlich bleiben den Tänzern für manche Umzüge nur wenige Sekunden.

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Die "heilige" Bühne des Friedrichstadt-Palasts

Das Revuetheater in Berlin-Mitte präsentiert das ganze Jahr hindurch große Shows. (Archivfoto)  © Jens Kalaene/dpa

Auch in den Werkstätten herrscht alles andere als Stillstand. Ruth erzählt, dass Bühnenobjekte nicht nur gut aussehen, sondern auch einiges aushalten müssen: Wasser, schnelle Bewegungen und Hunderte Einsätze auf der Bühne. Reparaturen und Ausbesserungen gehören deshalb zum Alltag. Gemeinsam mit Tischlern und Schlossern entstehen die Bühnen-Elemente in echter Teamarbeit.

Ab etwa 16 oder 17 Uhr beginnt der Palast schließlich wie ein Bienenstock zu brummen. Rund 40 Mitarbeiter kümmern sich allein im Vorderhaus um die Gäste, dazu kommen die zahlreichen Beschäftigten hinter der Bühne, damit es um 19 Uhr pünktlich losgehen kann.

Für Ballettmanager Zahari ist die Bühne dabei weit mehr als ein Arbeitsplatz. Er beschreibt sie als einen "heiligen" Ort, an dem er Probleme und Schmerzen vergessen kann. Für ihn besitzt die Bühne eine heilende Kraft.

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Und während das Publikum später nur die perfekte Show sieht, laufen hinter dem Vorhang unzählige Zahnräder gleichzeitig. Hunderte Menschen tragen dazu bei, dass die Magie der Bühne jeden Abend aufs Neue funktioniert – und ihre Arbeit dabei möglichst unsichtbar bleibt.

Wer einen Blick in die einzigartige Welt des Revuetheaters werfen möchte, kann die Doku "Friedrichstadt-Palast – Die Welt hinter dem Vorhang" bei RTL+ sehen.

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