Zocker-Hotspot Berlin: Senat fördert Games-Branche mit einer Million Euro
Berlin - Berlin will seine Position als Games-Hauptstadt weiter ausbauen. Dafür nimmt der Senat zusätzlich eine Million Euro in die Hand. Mit dem Geld sollen Spieleentwickler, junge Studios und große Events gefördert werden.
Die zusätzlichen Mittel stellt die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe in diesem Jahr dem Medienboard Berlin-Brandenburg zur Verfügung. Die Nachfrage nach Fördergeldern ist offenbar groß: Die beantragten Summen übersteigen laut Senat bereits seit Längerem die vorhandenen Mittel.
Dass sich die Branche in der Hauptstadt gut entwickelt, zeigen auch die Zahlen. Rund 3300 Menschen arbeiten inzwischen in mehr als 350 Unternehmen aus dem Games-Bereich in Berlin. Nach Angaben der Wirtschaftsverwaltung hat keine andere deutsche Stadt eine vergleichbare Branchendichte.
"Wir können damit selbstbewusst sagen, dass wir Games Capital Deutschlands sind", sagt Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (48, SPD).
Das Geld soll aber nicht nur in neue Spiele fließen. Auch bei den Games-Events will Berlin einen draufsetzen. Formate wie "Games Ground" und "A Maze" sollen weiterentwickelt werden. Langfristig schwebt dem Senat sogar eine große Games-Leitveranstaltung in der Hauptstadt vor.
Dazu passt auch das geplante "House of Games" in Friedrichshain. In dem Gebäude an der Rotherstraße sollen auf fünf Etagen und mehr als 10.000 Quadratmetern Entwickler, Start-ups und andere Player der Branche künftig unter einem Dach zusammenkommen.
Ubisoft zieht ins House of Games
Der französische Spielekonzern Ubisoft wird erster Ankermieter des "House of Games". Das Unternehmen, bekannt für Spiele wie "Assassin's Creed", will künftig zwei Etagen des Gebäudes nutzen und dort Spiele entwickeln.
"Mit unserem 'House of Games' [...] zeigen wir, wie wichtig die Games-Branche für Berlin ist", so Giffey.
Die Eröffnung des Hauses hat sich allerdings verzögert. Ursprünglich sollte es bereits Anfang 2026 losgehen, inzwischen ist die Eröffnung für die zweite Jahreshälfte vorgesehen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest.
Der Senat unterstützt das Projekt mit 4,6 Millionen Euro.
Titelfoto: Jens Kalaene/dpa

