Neue Aufklärungsdrohne soll vor Spionage schützen: Prototyp wird vorgestellt
Von Monika Wendel
Strausberg - Zum Schutz vor hybriden Bedrohungen stellt das Luftfahrtunternehmen Aerodata an diesem Mittwoch (11 Uhr) in Brandenburg erstmals einen Prototyp einer Aufklärungsdrohne vor.
Zur Präsentation nahe dem Flugplatz Strausberg rund 40 Kilometer von Berlin entfernt werden die Ministerpräsidenten von Brandenburg und Niedersachsen, Dietmar Woidke (64) und Olaf Lies (59, beide SPD), erwartet.
Mit dem unbemannten Luftfahrzeug könnte die Bundeswehr etwa Nord- und Ostsee permanent überwachen und vor hybriden Bedrohungen schützen, teilte die Aerodata AG mit Sitz in Braunschweig mit.
Die Aufklärungsdrohne mit einer Spannweite von 26 Metern kann sehr lange in der Luft bleiben.
In Deutschland wird derzeit über einen verstärkten Schutz kritischer Infrastruktur und die Abwehr von Sabotage- und Spionageversuchen diskutiert. Vor zwei Wochen war am Flughafen Leipzig/Halle eine umgebaute und mit Sprengstoff bestückte Drohne zwischen ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden
Die Bundeswehr nutzt bisher die in Israel hergestellte Drohne Heron und überwacht mit dem System etwa Küstengewässer.
Bundeswehr nutzt israelische Drohne
Aerodata könne mit der neuen Aufklärungsdrohne einen Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands und Europas leisten, so das Unternehmen. In Strausberg hat die Aerodata AG einen Fertigungsstandort.
Hybride Bedrohungen bezeichnen nach Darstellung deutscher Sicherheitsbehörden koordinierte, illegitime Handlungen staatlicher und staatlich gelenkter Akteure zur Durchsetzung eigener Interessen zum Nachteil eines anderen Staates.
Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
