Sprengvorrichtung entdeckt: Anschlag auf wichtige Energieanlage in Brandenburg?

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Von Marc-Oliver von Riegen, Marlen Rothenburg

Turnow-Preilack - An einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde sind Sprengvorrichtungen gefunden worden.

Das Umspannwerk des Kohlekraftwerks Jänschwalde soll mutmaßlich mit Raketen beschossen worden sein.
Das Umspannwerk des Kohlekraftwerks Jänschwalde soll mutmaßlich mit Raketen beschossen worden sein.  © Frank Hammerschmidt/dpa

Die Polizei teilte mit, es sei am Dienstag gegen 8 Uhr eine mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden.

Zuvor berichtete die "Märkische Allgemeine". Einsatzkräfte hätten vor Ort mehrere Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen gefunden und diese entschärft, schrieb die Zeitung unter Berufung aus Sicherheits- und Unternehmenskreisen.

Ihr liege ein Foto vor, das eine solche Vorrichtung unklarer Bauart zeigen soll. Das Umspannwerk solle mehr als einmal getroffen worden sein. Das mutmaßliche Ziel sei offenbar ein großflächiger Stromausfall am Block E des Kohlekraftwerks gewesen.

Nach Bluttat mit zwei Toten in Gosen-Neu Zittau: Schulischer Alltag soll wieder aufgenommen werden
Brandenburg Nach Bluttat mit zwei Toten in Gosen-Neu Zittau: Schulischer Alltag soll wieder aufgenommen werden

In dem Umspannwerk Preilack im Landkreis Spree-Neiße unweit der Landesgrenze zu Sachsen wird der Strom, der im Kraftwerk Jänschwalde erzeugt wird, überregional und regional verteilt. Nach Angaben der Leag wurde das Kraftwerk Jänschwalde in den Jahren 1976 bis 1989 als letzter Kraftwerksneubau der DDR errichtet.

Die Hintergründe des Vorfalls und die Frage, wer für den mutmaßlichen Angriff verantwortlich sein könnte, sind derzeit noch unklar.

14.23 Uhr: Polizei spricht nicht von Raketen

"Entschärfer sind vor Ort", heißt es von der Polizei. Es gebe jedoch keine Auswirkungen auf die Bevölkerung. Es handelt sich um den Fund sogenannter unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen.

"Spuren werden gesichert", sagte eine Polizeisprecherin gegenüber der "Deutschen Presse Agentur". Weitere Details gab es zunächst nicht.

Titelfoto: Frank Hammerschmidt/dpa

Mehr zum Thema Brandenburg: