Bernau bei Berlin - Vier Wochen nach dem tragischen Unglück sitzt der Schock in der Region noch immer tief. Vier junge Menschen wurden aus dem Leben gerissen. Am Freitag versammelten sich Angehörige, Freunde und weitere Trauernde, um bei einer Trauerfeier von einem der Todesopfer Abschied zu nehmen.
Die Beisetzung fand gegen 10 Uhr in der St. Marienkirche in Bernau statt. Die Anteilnahme war groß, zahlreiche Menschen kamen zusammen, um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen.
Die Tragödie bewegt die Menschen in der Region weiterhin tief. Auch Wochen nach dem Unglück ist die Trauer groß - die Stadt steht noch immer unter dem Eindruck des schrecklichen Verlusts.
Unterdessen gehen die Ermittlungen zur Unglücksursache weiter. Der 61-jährige Autofahrer, der mutmaßlich den Unfall verursacht hat, soll zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes nüchtern gewesen sein. Zumindest Alkohol konnte laut rechtsmedizinischem Befund nicht in seinem Blut nachgewiesen werden.
Ob der Mann möglicherweise Medikamente oder Betäubungsmittel eingenommen hatte, ist dagegen noch unklar. Die entsprechenden Untersuchungsergebnisse stehen bislang aus.
Auch zum genauen Unfallhergang sind noch Fragen offen. Der 61-Jährige selbst hat sich laut Staatsanwaltschaft bislang nicht zum Geschehen geäußert und schweigt.
Riskantes Überholmanöver endete in tödlichem Crash
Der Horror-Crash ereignete sich am 7. Oktober auf der Landstraße zwischen Biesenthal und Wullwinkel. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Autofahrer versucht haben, gleich mehrere Fahrzeuge zu überholen. Dabei krachte sein Wagen mit drei entgegenkommenden Mopeds zusammen, überschlug sich anschließend und brannte aus.
Für die vier jungen Menschen im Alter von 14, 15 und 16 Jahren kam jede Hilfe zu spät. Sie starben noch an der Unfallstelle.