Bei Chemnitzer Autofahrern ist die Stimmung gekippt
Chemnitz - Den Chemnitzer Autofahrern reißt langsam der Geduldsfaden! Besonders dicke Luft herrscht beim Thema Sperrungen: Das Baustellenmanagement ist der größte Faktor für Unzufriedenheit. Zu diesem Ergebnis kommt der neue ADAC-Monitor 2026.
Dafür wurden im Juni 2026 rund 400 Einwohner und Pendler in Chemnitz befragt, erklärt ADAC-Sprecher Florian Wagner (41). Insgesamt bewerteten die Befragten die Mobilität in der Stadt überwiegend positiv.
Bei Bus und Bahn blieben die Zufriedenheitswerte stabil, Radfahrer zeigen sich sogar zufriedener als vor fünf Jahren.
Doch beim Auto geht die Stimmung deutlich nach unten. Der Vergleich mit der letzten Untersuchung aus dem Jahr 2021 zeigt: Damals bewerteten Autofahrer ihre Mobilität noch neutral, inzwischen ist das Urteil ins Negative gekippt.
Das Baustellenmanagement hat die Gesamtzufriedenheit besonders stark beeinflusst. Auch der Zustand der Straßen und die Höhe der Parkgebühren sorgen für Frust.
Positiv bewerten die Befragten die Wegweisung an den Straßen und das Angebot von Parkplätzen im Stadtgebiet, die Innenstadt ausgenommen. Ebenfalls erfreulich: Fußgänger verhalten sich regelkonform.
Im Vergleich mit 28 weiteren Städten landet Chemnitz insgesamt im Mittelfeld. Spitzenreiter ist Münster, die höchste Unzufriedenheit herrscht in Oberhausen.
Die aktuellen Sperrungen findet Ihr bei uns jede Woche unter Chemnitz-Baustellen.
Darum kommen Sperrungen am Kreuz Chemnitz so kurzfristig
Kurzfristige Sperrungen auf Autobahnen, zuletzt immer wieder am Kreuz Chemnitz, machen Autofahrern das Leben schwer. Planung und Ankündigung sind auch für die Autobahn GmbH herausfordernd.
Denn erst, wenn alle Arbeiten abgestimmt, Behörden wie Städte, Landkreise und Rettungsdienste angehört und die nötigen Genehmigungen erteilt sind, darf die Verkehrsmeldung raus.
Dazu kommt: Wetterkapriolen, unerwartete Schäden oder zusätzliche Bauarbeiten können jeden Zeitplan über den Haufen werfen.
Gerade am Kreuz Chemnitz ist die Baustellenplanung besonders komplex. Bei einer zu frühen Ankündigung könnten Fehler entstehen.
Titelfoto: Kristin Schmidt

